In welcher Situation ist Hanau gerade?

In Hanau leben derzeit XXX schutzsuchende Flüchtlinge (Stand vom X.X.2016). Über XXX von ihnen sind Frauen, über XXX Kinder bis einschließlich XX Jahre.

 

 

Die meisten von ihnen sind in „Sportsfield Housing“ untergebracht. Das Areal, das früher von der US-Army genutzt wurde, ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Die Gebäude rund um die ehemalige „Sportsfield Elementary School“ werden seit Oktober 2015 vom Regierungspräsidium Darmstadt als Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) genutzt. Diese Außenstelle wird in Hanau von der Johanniter Unfall-Hilfe Main-Kinzig & Hanau betrieben. Organisatorisch gehört diese Einrichtung, die anstelle der Notunterkunft in der August-Schärttner-Halle getreten ist, zum Land Hessen. Hier werden Menschen aufgenommen, die neu in Deutschland angekommen sind. Unterkunft, Verpflegung und Betreuung dieser Menschen obliegen dem Land Hessen, nicht der Stadt Hanau. In der HEAE warten die Geflüchteten darauf, dass sie auf die hessischen Kommunen verteilt werden. Die HEAE ist für maximal 1600 Flüchtlinge angelegt, die tatsächliche Zahl der Bewohner variiert stark.

 Nach einer meist mehrwöchigen Wartezeit in der HEAE werden die Geflüchteten auf die hessischen Kommunen verteilt - zum Beispiel auf die Stadt Hanau. Sie werden dann zunächst auf dem anderen Teil des „Sportsfield-Housing“-Areals untergebracht. Die Stadt Hanau hält dort sogenannte Gemeinschaftsunterkünfte vor. Stand XX.XX.2016 sind in diesen derzeit XX Flüchtlinge untergebracht, für deren Betreuung die Stadt Hanau zuständig ist. In den nächsten Monaten werden Schritt für Schritt insgesamt 13 Wohnblöcke saniert, die am Ende bis zu 1500 Flüchtlinge beherbergen können. In diesem sogenannten Kontingent-Bereich ist die Stadt Hanau für die humanitäre Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge verantwortlich. Dank einer unglaublichen Menge an Sach- und Geldspenden von Privatleuten, Unternehmen und Institutionen sowie des Engagements unzähliger Freiwilliger – und natürlich des Einsatzes sozialer Dienste – konnte diese Aufgabe bisher den Umständen entsprechend mit Bravour gelöst werden.

Neben der Gemeinschaftsunterkunft „Sportsfield Housing“ hat die Stadt Hanau im gesamten Stadtgebiet weitere Flüchtlinge untergebracht. Denn im Sinne einer raschen Integration bemühen wir uns intensiv darum, die Flüchtlinge in normale Wohnungen umzuziehen.

Keinen Einfluss hat die Stadt Hanau auf das Asylverfahren. Ob und wie lange die Menschen in Deutschland beziehungsweise in Hanau bleiben dürfen, ist Sache des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF).


Wie soll Hanau zusammen wachsen?

Das Motto „Hanau wächst. zusammen“ nimmt Bezug auf „Hanau baut um“, den Stadtumbau  der vergangenen Jahre, bei dem es bereits gelungen ist, eine gewaltige Aufgabe gemeinsam, transparent und nachhaltig „zu stemmen“.

 
 

Auch das Thema „Flüchtlinge“ möchten wir von Anfang an so angehen, dass alle Bürgerinnen und Bürger und alle lokalen Akteure wie Ämter, Institutionen, Unternehmen und Vereine, in den Prozess mit einbezogen werden, sich einbringen und gemeinsam davon profitieren können.


 
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Wo will Hanau hin?

Zugegeben, das Thema „Flüchtlinge“ hat uns im Herbst 2015 alle im wahrsten Sinne des Wortes „überrollt“. Insbesondere der Krieg in Syrien hat Europa und Deutschland vor riesige Herausforderungen gestellt, auf die niemand vorbereitet war. Auch nicht das Land Hessen und auch nicht die Stadt Hanau.

Doch aus Problemen erwachsen Aufgaben. Und aus Aufgaben erwachsen Lösungen.

Den vielen Menschen, die vor Krieg und Verfolgung zu uns geflüchtet sind, muss geholfen werden. Für uns in Hanau ist es keine Frage, dass wir hierzu einen Beitrag leisten – wie alle anderen Kommunen in Hessen und in Deutschland auch. Die wichtigste Aufgabe, die vor uns liegt, ist die Integration der Menschen, die bei uns bleiben können und möchten, wenn auch nur vorübergehend.

Eine soziale Integration kann aber nur Schritt für Schritt erfolgen. Wir müssen aufeinander zugehen, aufeinander eingehen, voneinander lernen – und Geduld miteinander haben. Integration ist ein Mittel- und Langstreckenlauf, kein Sprint. Unser Anspruch dabei ist es, hier nicht in einer Zuschauerrolle zu verharren, sondern die Prozesse aktiv mitzugestalten und anderen als positives Beispiel zu dienen.

Der Umgang mit „unseren“ Flüchtlingen ist eine weitere Chance, Hanau als funktionierendes Gemeinwesen zu positionieren – nach innen und nach außen –, das Probleme anpackt und sie offen, menschlich und intelligent löst. 


 
 
 

„Wir schaffen das“ – was soll das?

Mit dem Satz „Wir schaffen das“ hat die Bundeskanzlerin ein Leitmotto formuliert, das auf viel Widerspruch gestoßen ist. Aber warum eigentlich?

Am Beispiel unserer kleinen Stadt Hanau hat sich gerade dieser Satz in der Vergangenheit immer wieder bewahrheitet – vor allem im Zusammenhang mit Flüchtlingen und der Integration von Menschen aus anderen Ländern. Historisch betrachtet ist Hanau ein vorbildhafter Schmelztiegel unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen, die im Laufe der Jahrhunderte perfekt integriert und assimiliert wurden und heute das Bild der Stadt ausmachen.

Es waren die calvinistischer Religionsflüchtlinge im Mittelalter, die Hanau zu dem gemacht haben, was es heute ist. Und die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg haben entschieden zum Wiederaufbau beigetragen.

Auch die Amerikaner, die zeitweise bis zu ein Drittel unserer Bevölkerung ausmachten, prägen bis heute die Identität unserer Stadt – ebenso wie die vielen „Gastarbeiter“ aus Italien, Spanien, Portugal, Griechenland oder der Türkei, die ab den 60er-Jahren zum Erstarken des Industrie- und Wirtschaftsstandorts Hanau beitrugen und heute in der zweiten, dritten oder auch schon vierten Generation bestens integriert sind.

Auch die vielen „Spätaussiedler“ und Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion und anderen osteuropäischen Ländern, die mittlerweile Teil unserer europäischen Staatengemeinschaft sind, sind schon seit langem in der Mitte der Gesellschaft angekommen – ebenso wie viele weitere Menschen, seien es Kriegsflüchtlinge aus den Balkanstaaten, Einwanderer aus Afrika oder „Boat-People“ aus Vietnam.  

Wenn wir das alles „geschafft“ haben, sollten wir es als Selbstverständlichkeit betrachten, auch die wenigen Hundert Menschen aus dem arabischen Raum bei uns willkommen zu heißen und in unserer Mitte aufzunehmen.

Ja, wir schaffen das!


 
 
 

Läuft doch alles – die machen das schon, oder?

Die Stadtverwaltung und die Hilfsorganisationen arbeiten quasi rund um die Uhr – und sind dennoch auf Ihre Hilfe angewiesen.

Dank des freiwilligen, ehrenamtlichen Engagements vieler Bürger konnte den Schutzsuchenden in Hanau seit ihrer Ankunft in vielerlei Hinsicht geholfen werden. Auch in Hanau wurde das Wort von der „Willkommenskultur“ mit Leben erfüllt – darauf dürfen wir alle stolz sein. Mit unzähligen Sach- und Geldspenden und viel persönlichem Einsatz wurden die Schutzsuchenden und die Arbeit der Stadt und der Hilfsorganisationen – allen voran die Flüchtlingshilfe des DRK Hanau – unterstützt.

Insbesondere der Einsatz von rund 250 Personen beim „Umzug“ der Flüchtlinge von der Notunterkunft August-Schärttner-Halle in das Sportsfield Housing war eine „großartige Leistung“, wie OB Claus Kaminsky betonte.

Aber: Die Flüchtlinge sind weiter auf unsere Hilfe angewiesen.


 
 
 

Wird meine Hilfe jetzt noch benötigt? Wie kann ich konkret helfen?

Mehr denn je. Damit die Flüchtlinge nicht nur bei uns „ankommen“, sondern sich weiterhin bei uns einleben und integrieren können, sind sie nach wie vor auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Sachspenden: Immer noch werden jahreszeitlich angemessene Kleidung benötigt, Hygieneartikel, Kinderspielzeug, Fahrräder und vieles mehr. Welche Sachspenden aktuell benötigt werden, finden Sie auf den Seiten der Hilfsorganisation DRK Hanau. 

Geldspenden: Humanitäre Hilfe vor Ort kostet Geld. Wir freuen uns über jeden Beitrag, der uns hilft, „unseren“ Flüchtlingen zu helfen. Ihre Spende kommt unmittelbar und zu 100% der Flüchtlingshilfe zu Gute (und ist natürlich steuerlich abzugsfähig). Hierfür hat die Stadt bei der Sparkasse Hanau ein eigenes Spendenkonto eingerichtet:

IBAN DE72 5065 0023 0000 6668 00.
Bitte geben Sie als Verwendungszweck an: „Flüchtlinge in Hanau“.

Wohnraum: Insbesondere Familien und Frauen mit Kindern leiden unter den beengten Wohnverhältnissen in den Kasernen im Sportsfield Housing. Anerkannte Flüchtlinge und Asylbewerber möchten wir deshalb integrationsfördernd möglichst dezentral in Wohnungen im gesamten Stadtgebiet unterbringen. Selbstverständlich tritt hierbei die Stadt als Mietvertragspartner auf. Wenn Sie Wohnungen zur Verfügung stellen können, wenden Sie sich bitte direkt an das Amt für Wohnhilfe, sozial-wohnhilfe@haunau.de oder 06181/295-1928 oder -340)

Engagement: Auch Ihr persönliches Engagement ist nach wie vor gefragt. Ob Sie die Hilfsorganisationen bei ihrer Arbeit unterstützen oder direkt mit den Flüchtlingen arbeiten möchten,
z. B. als Sprachlehrer oder einfach nur als „Begleiter“ im Alltag oder in Workshops  – jede Hilfe ist willkommen! Hierzu können Sie sich direkt an die Flüchtlingshilfe des DRK-Hanau wenden (Hotline: 0160-3098304 oder über die Geschäftsstelle: 06181-106-0) oder hier auf den Seiten der Stadt unseren„Fragebogen für Ehrenamtliche“ ausfüllen.  


 
 
 

Welche Helfer sind jetzt besonders gefragt?

Die größte Integrationsbarriere ist das Sprachproblem. Deshalb freuen wir uns über Dolmetscher und Sprachlehrer – aber auch über alle Menschen, die im persönlichen Kontakt mit den Flüchtlingen helfen, Barrieren abzubauen.  


Woher kommen „unsere“ Flüchtlinge eigentlich?

Die derzeit in Hanau untergebrachten Flüchtlinge kommen aus den folgenden Ländern: Syrien (XX %), Irak (?)(XX%), Afghanistan (?)(X%), ??? und dem Kosovo (?) (X%).

 

 

Warum müssen wir den Flüchtlingen eigentlich helfen?

Die meisten Schutzsuchenden sind bei uns, weil sie in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten mussten. Sie führten zum Beispiel in Syrien ein ganz normales Leben, hatten ihren Beruf, ihre Familie, lebten in intakten, gesicherten Verhältnissen, zum Teil auch in Wohlstand – bis der Krieg ihnen diese Lebensgrundlagen nahm.  Sie haben alles, was sie nicht am Leib tragen konnten, zurückgelassen und sind aus größter Not zu uns geflohen, auch unter Lebensgefahr. Viele von ihnen wurden auf der Flucht krank oder verletzt, alle kamen vollkommen erschöpft hier an, vor allem die Kinder waren zum Teil hoch traumatisiert, berichten die Ärzte aus den Aufnahmelagern.

Nur zur Erinnerung: Vor rund 70 Jahren, im und nach dem Zweiten Weltkrieg, waren Millionen Menschen in Europa in einer ähnlichen Situation. Vielen von ihnen, unseren Eltern und Großeltern, wurde damals auch geholfen – von Menschen, die weit weniger Mittel hatten, als wir heute.


 
 
 

Und wer zahlt das alles?

Im kommenden Haushalt will die Stadt laut OB Kaminsky ein Sonderbudget „Flüchtlinge“ in Höhe von vier Millionen Euro einplanen. Zusätzlich werden Mittel aus dem Landes- und Bundeshaushalt zur Verfügung stehen. Spenden zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit bei uns in Hanau sind trotzdem immer willkommen! 


 
 
 

Wie lange bleiben die Flüchtlinge bei uns?

Der aktuelle Flüchtlingsstatus gemäß der Genfer Konvention gilt laut einer Aussage der Bundeskanzlerin vom Januar 2016 für drei Jahre.

Die meisten Schutzsuchenden wären allerdings lieber heute als morgen wieder in ihrer Heimat – wenn sie dort in Frieden leben könnten. Insbesondere die Flüchtlinge aus Syrien warten nur darauf, zurückkehren und ihre Heimat wieder aufbauen zu können.

Heute kann jedoch niemand wissen, wie sich die Situation in den Herkunftsländern weiter entwickeln wird. Es wird aber erwartet, dass ein Großteil der Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehrt, wenn es der internationalen Staatengemeinschaft und den Kräften vor Ort gelingt, dort wieder für stabile Verhältnisse zu sorgen.

Erinnern wir uns an den Jugoslawienkrieg in den Neunziger Jahren. Hier wurde Land für Land befriedet – in einem Prozess, der bis heute noch nicht ganz abgeschlossen ist. Manche Flüchtlinge aus dem Kosovo sind bis heute bei uns, andere haben sich in den vergangenen Jahren bei uns aber auch eine Existenz aufgebaut, Familien gegründet und sich bestens integriert. Rund 70% der damaligen Flüchtlinge sind aber in ihre Heimat in die Länder des ehemaligen Jugoslawiens zurückgekehrt. Für die jetzigen Flüchtlinge wird mittel- und langfristig eine ähnliche Quote erwartet. 


Flüchtlinge, Asylbewerber – wo ist da eigentlich der Unterschied?

De facto gibt es keinen Unterschied. Flüchtlinge suchen bei uns Asyl und sind somit  Asylbewerber. In erster Linie sind sie alle Menschen, die bei uns Hilfe und Zuflucht suchen. Juristisch wird allerdings unterschieden zwischen anerkannten, abgelehnten und abgelehnten, aber geduldeten Asylbewerbern. Über diesen Aufenthaltsstatus wird in einem rechtsstaatlichen Asylverfahren entschieden. Hierbei prüft, bewertet und entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über individuelle Asylanträge.

Was sind Asylbewerber?

Asylbewerber sind Personen, die in einem Land, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht besitzen, Aufnahme und Schutz vor politischer, religiöser oder sonstiger Verfolgung suchen. Anerkannte Asylbewerber werden als Asylberechtigte oder anerkannte Flüchtlinge bezeichnet. Während des Asylverfahrens wird geprüft, ob ein berechtigter Anspruch auf Asyl besteht, ob es sich bei dem Antragsteller um einen Flüchtling im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention handelt, und ob Abschiebungsverbote wie Gefahren für Leib und Leben, Gefahr der Folter, drohende Todesstrafe oder Ähnliches vorliegen.

Was genau sind Flüchtlinge?

Nach der Genfer Flüchtlingskonvention sind Flüchtlinge Personen, die sich wegen Verfolgung ihrer Ethnie, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung außerhalb des Landes befinden, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen. Flüchtlinge in Deutschland können Asylbewerber sein, anerkannte Asylbewerber oder Personen (Kontingentflüchtlinge), die im Rahmen humanitärer Hilfsaktionen ein Aufenthaltsrecht genießen, ohne ein Anerkennungsverfahren durchlaufen zu müssen. Zudem gibt es Personen, deren Aufenthalt bei uns aus den verschiedensten Gründen geduldet wird, z. B. abgelehnte Asylbewerber, die aus humanitären Gründen nicht abgeschoben bzw. ausgewiesen werden.

Hier greift der sogenannte „subsidiäre Schutz“, auf den sich Personen berufen können, die glaubhaft machen können, dass ihnen bei einer Rückführung in ihr Heimatland ernsthafter Schaden droht. Dies können sein die Verhängung oder Vollstreckung der Todesstrafe, Folter oder unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung oder eine anderweitige ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit infolge willkürlicher Gewalt.

Und was sind Kontingentflüchtlinge? 

Kontingentflüchtlinge sind Flüchtlinge aus Krisenregionen, die im Rahmen internationaler humanitärer Hilfsaktionen aufgenommen werden. Kontingentflüchtlinge müssen kein Asyl- oder sonstiges Anerkennungsverfahren durchlaufen, sondern erhalten mit ihrer Ankunft sofort eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen.

Und was sind sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge?

Hier handelt es sich um Menschen, die zu uns kommen oder gekommen sind, weil sie in ihrer Heimat keine oder nur geringe Chancen haben, sich oder ihre Familie zu ernähren. Der Begriff „Wirtschafts“- oder „Elendsflüchtling“ ist allerdings ein oft abwertend gebrauchtes politisches Schlagwort, das in Debatten um Asyl und Asylrecht verwendet wird und Asylbewerber bezeichnet, die aus angeblich rein ökonomischen Motiven zuwandern. Dies wird vor allem von Zuwanderungsgegnern als Asylmissbrauch angesehen.

Warum wird nicht lieber den Obdachlosen in Hanau geholfen?

Das ist keine Frage des Entweder-Oder. Die Stadt Hanau und z.B. kirchliche Einrichtungen unterstützen selbstverständlich sowohl Obdachlose und von Obdachlosigkeit bedrohte „einheimische“ Bürger und Bürgerinnen als auch schutzsuchende Flüchtlinge und Asylbewerber aus anderen Ländern. Wer obdachlos ist oder aufgrund einer sozialen Notlage von Obdachlosigkeit bedroht ist, kann jederzeit eine Notunterkunft und/oder weitere Hilfsleistungen beanspruchen. Anlaufstellen sind z. B. die städtische Obdachlosenhilfe und Obdachenlosen-Beratung im Rathaus und „Lichtblick“, eine Stiftung der evangelischen Marienkirchengemeinde in Hanau (Am Goldschmiedehaus 1, oder auf den Seiten von Lichtblick in Hanau), die u. a. die Hanauer Tafel, eine Fahrradwerkstatt und den Laden „Hanauer Möbel“ betreibt. Ansprechpartner in allen Notsituationen finden sich auch jederzeit im Rathaus und allen Kirchengemeinden.  


An wen wende ich mich bei Fragen oder Problemen oder mit meinen Angeboten?

Einen Überblick der Ansprechpartner zum Thema „Flüchtlinge“ finden Sie hier: Kontaktliste einfügen oder verlinken?

Wenn Sie sich engagieren wollen: Link zur Mitmachbörse

Weiterführende Informationen finden Sie aber auch auf den Seiten der Stadt Hanau und auf der Facebook-Seite „Hanau.engagiert“.


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