Sommerfest an den Hochbeeten auf Sportsfield

Im Rahmen des Projektes „Alt für Jung Patenschaften – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“ fand kürzlich rund um die Hochbeete in der städtischen Flüchtlingsunterkunft ein Sommerfest statt, zu dem auch Bürgermeister Axel Weiss-Thiel kam. Organisiert wurde das Fest von den Patinnen und Paten zusammen mit dem Hanauer Seniorenbüro.

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Sie alle gestalteten zusammen mit den Bewohnern vor Ort ein lebhaftes und musikalisches Sommerfest. Eine Idee war, die zahlreichen Fotos, die bei gemeinsamen Ausflügen, Projekten, Austausch- und Kontakttreffen entstanden sind, den Bewohnern zu zeigen. Dies war erst zu später Stunde möglich, denn die Fotos wurden auf einer großen Fotoleinwand präsentiert.

Musikalisch wurde der Abend von einer iranischen Musikgruppe und mehreren Trommeleinlagen unterstützt. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten zahlreiche Frauen, die mit ihren Familien Hochbeete auf dem Sportsfield gebaut und bepflanzt haben und diese unterhalten. Zusammen mit den Salat- und Kuchenspenden der Patinnen wurden vielfältige Speisen angeboten. Renate Krüger und Heike Reuter bastelten passend zu den Hochbeeten zusammen mit den Kindern und deren Eltern bunte Blumen aus Papier.

Die Paten Karl Paap, Inge Paap und Renate Krüger setzten im letzten Jahr die Idee um, gemeinsam mit den Bewohnern Hochbeete zu bauen und diese mit Nutzpflanzen zu gestalten. Die Paten Gabriele Spehar und Norbert Bauer begannen in diesem Jahr mit dem Bau von Sitzgruppen aus Palletten, die rund um die Hochbeete aufgestellt wurden und werden dieses Projekt fortsetzen.

Projekt START hilft Flüchtlingen beim Einstieg in die Arbeitswelt

„START – gewerblich-technisch“ heißt das Projekt, das zehn geflüchteten Erwachsenen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit die Möglichkeit gab, sich auf eine Berufstätigkeit vorzubereiten und ihre Chancen auf Ausbildung oder Beschäftigung zu verbessern. Umgesetzt wurde das Projekt von HESSENCAMPUS Hanau, unter Beteiligung der Volkshochschule Hanau und der Ludwig-Geissler-Schule.

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Das Unternehmen „MTV Förster GmbH & Co. KG“ ermöglichte das Projekt durch eine finanzielle Spende. Dem geschäftsführenden Gesellschafter und Lions-Mitglied Holger Förster gelang es zudem, den „Lions Club Hanau Brüder Grimm“ davon zu überzeugen, die Summe zu verdoppeln. Mit den insgesamt 20.000 Euro wurde „START - gewerblich-technisch“ finanziert sowie auch ein Projekt mit kaufmännischem Schwerpunkt, dessen Durchführung ab September geplant ist. Das Jobcenter des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) im Main-Kinzig-Kreis unterstützte das Projekt, indem es mehrere der Teilnehmer einsteuerte, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) beziehen.

Nach zwei Monaten Teilnahme am Projekt START konnten die Männer im Alter von 21 bis 41 Jahren, die aus den Herkunftsländern Somalia, Syrien und Pakistan stammen, jetzt bei einer Feierstunde in der Volkshochschule ihre Teilnahmeurkunde entgegennehmen. Erste Erfolge der Maßnahme sind bereits sichtbar: „Zwei Teilnehmer der Maßnahme werden direkt im Anschluss eine Ausbildung, beziehungsweise Beschäftigung bei regionalen Arbeitgebern aufnehmen“, erläutert Projektkoordinator Clemens Mück. Die Berufswünsche der restlichen Teilnehmenden seien eine Ausbildung oder Anstellung als Verfahrensmechaniker (CNC), Lagerist/Staplerfahrer, Berufskraftfahrer, Elektriker, Bauzeichner und KFZ-Mechatroniker.

„Ich hoffe sehr, dass sie ihre Ziele erreichen und wünsche ihnen viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg, denn der Arbeitsmarkt kann sie gut gebrauchen!“ sagte Bürgermeister Axel Weiss-Thiel. „Für ihre Integration in unsere Gesellschaft sind Arbeit und Sprache wesentliche Bausteine“, betonte der Bildungs- und Sozialdezernent. Im Durchschnitt dauere die Einmündung in den Arbeitsmarkt jedoch drei bis vier Jahre. Dies sei ein zu langer Zeitraum. „Jede Maßnahme, die diesen Zeitraum verkürzt, ist im Interesse der betroffenen Menschen und unserer Gesellschaft“, so Weiss-Thiel. Er dankte den Sponsoren für ihr Engagement: „Hier haben sich viele Menschen und Organisationen in Hanau und dem Kreis zusammengetan, um ihre Kompetenzen zu bündeln, um Menschen eine Zukunft zu ermöglichen.“

„Wir wollen mithelfen, die Welt etwas besser zu machen und haben daher beschlossen, Geflüchtete bei der Integration zu unterstützen“, sagte Dr. Volker Wingefeld vom Lions Club Hanau Brüder Grimm. „Die Teilnehmenden haben in den letzten zwei Monaten große Fortschritte gemacht, und ich drücke die Daumen für ihren weiteren Berufsweg!“ Lars Ebert vom Unternehmen MTV Förster GmbH & Co. KG versprach, START auch im kommenden Jahr weiter zu unterstützen. Bereits 2015 - vor dem Projekt START - förderte die MTV Förster GmbH & Co. KG durch eine zielgerichtete Spende in Höhe von 5000 Euro die Durchführung von Deutschkursen für geflüchtete Menschen. „Es würde uns freuen, wenn auch andere regionale Unternehmen sich an diesem wirklich guten Projekt finanziell beteiligen würden“, sagte er. „Die geflüchteten Menschen sind unsere Arbeitskräfte von morgen und wir müssen sie auf ihrem Weg und bei der Integration unterstützen.“

In insgesamt 150 Unterrichtsstunden konnten die Teilnehmenden der Maßnahme sowohl die bestehenden Deutschkenntnisse verbessern, als auch einen Einstieg in Beruf oder Ausbildung vorbereiten. Zu den Schulungsinhalten gehörten die Orientierung über verschiedene Berufsbilder in Deutschland, deren Anforderungsprofile und Beschäftigungschancen in der Rhein-Main-Region. Weiterer Schwerpunkt war die Vermittlung sogenannter soziokultureller Kompetenzen. Hierbei ging es darum, Arbeits- und Verhaltensnormen kennenzulernen und einzuüben, wie zum Beispiel das Arbeiten im Team, Kommunikation und Umgangsformen in beruflichen Zusammenhängen. Im Bewerbungscoaching wurden Bewerbungsunterlagen erstellt und Vorstellungsgespräche eingeübt. Ein Schwerpunkt wurde auf gewerblich-technische Lerninhalte gelegt. Auf dem Stundenplan stand Fachunterricht in den Fächern Chemie, Physik und Mathematik ebenso, wie EDV-Grundlagen, arbeits- und vertragsrechtliche Themen sowie Fragen der Unfallverhütung am Arbeitsplatz. Auch eine berufspraktische Erprobung in gewerblich-technischen Berufen konnten durch die Kooperation mit der Ludwig-Geissler-Schule Hanau durchgeführt werden.

Interessierten Unternehmen, die eine Ausbildung, Beschäftigung oder ein Praktikum anbieten oder sich als Sponsor engagieren möchten, können sich gerne bei der Projektleitung melden: HESSENCAMPUS Hanau, c/o Volkshochschule Hanau, Clemens Mück, clemens.mueck@hanau.de, Telefon 0162-439865

Projekt "Ankunftsstadt Hanau" stellt sich beim Freundschaftsfest vor

In Hanau wird derzeit ein integriertes Handlungskonzept für die Flüchtlingsansiedelung erstellt, das als Grundlage dienen soll, die Stadt als „Ankunftsort“ weiterzuentwickeln. Das Augenmerk liegt dabei vor allem auf der Gruppe der Geflüchteten. Auch die vorhandenen Konversionspotenziale der Stadt Hanau sollen im Konzept berücksichtigt werden. Erstellt wird das Konzept von der NH ProjektStadt aus Frankfurt. Haben Sie Kontakt zu Geflüchteten? Und sind Sie vielleicht sogar selbst zugewandert? Was hat Ihnen damals dabei geholfen in Hanau anzukommen? Am 19. August beim 30. Internationalen Freundschaftsfest sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen sich am Projektstand mit Ihren Fragen, Anregungen und Ideen an der Konzepterstellung zu beteiligen.

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Der Begriff der Ankunftsstadt geht unter anderem auf den britisch-kanadischen Journalisten und Autor Doug Saunders und sein 2011 erschienenes Buch „Arrival City: How the largest Migration in History is Reshaping our World“ zurück. Eine seiner Kernaussagen ist, dass Migration in einer engen Beziehung zur gesteigerten Urbanisierung und Diversität der Städte steht. Saunders selber meint mit "arrival cities“ jene Stadtviertel, in denen sich Zuwanderer in einer Stadt zunächst niederlassen. Inzwischen gibt es jedoch auch Städte, die sich im Ganzen als „arrival cities“ begreifen. Entscheidend ist es, Strukturen und Bedingungen zu schaffen, die es Zuwanderern schnell ermöglichen, Teil der Stadtgesellschaft zu werden, anzukommen und sozial aufzusteigen.

Erste Schritte bei der Ausarbeitung des Konzeptes sind eine gesamtstädtische Analyse, die Untersuchung von Konversionspotenzialen und die Weiterentwicklung lokaler Netzwerke. In allen Schritten spielt die Einbeziehung der Hanauer Akteure aus der Verwaltung und Wirtschaft, aber auch der Bürger- und Bürgerinnen als Experten und Expertinnen eine entscheidende Rolle.

Der erste Schritt wurde am 06.06.2017 im Rahmen eines Verwaltungsworkshops durchgeführt. Am 30. Internationalen Freundschaftsfest sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen sich am Projektstand zu informieren und sich mit Ihren Ideen, ggf. auch mit ihrer eigenen Zuwanderungserfahrung, an der Konzepterstellung zu beteiligen.

Internationales Freundschaftsfest am Olof-Palme-Haus

Nach fünfjähriger Pause bietet der Ausländerbeirat Hanau wieder ein Internationales Freundschaftsfest an. Gefeiert wird am Samstag, 19. August, ab 12 Uhr rund um das Olof-Palme-Haus, Pfarrer-Hufnagel-Straße 2. Die Besucher erwartet Musik und Tanz aus aller Welt, Spezialitäten aus verschiedenen Ländern, diverse Info-Stände und ein Kinderfest. Die Vorsitzende Selma Yilmaz-Ilkhan lädt alle Hanauerinnen und Hanauer mit Familien und Freunden herzlich dazu ein. Der Eintritt ist frei.

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Im Rahmen des Festes wird auch das Projekt „Ankunftsstadt Hanau“ präsentiert. In Hanau wird derzeit ein integriertes Handlungskonzept für die Flüchtlingsansiedelung erstellt, das als Grundlage dienen soll, die Stadt als „Ankunftsort“ weiterzuentwickeln. Das Augenmerk liegt dabei vor allem auf der Gruppe der Geflüchteten. Auch die vorhandenen Konversionspotenziale der Stadt Hanau sollen im Konzept berücksichtigt werden. Erstellt wird das Konzept von der NH ProjektStadt aus Frankfurt. Beim 30. Internationalen Freundschaftsfest sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich dazu eingeladen, sich am Projektstand mit ihren Fragen, Anregungen und Ideen an der Konzepterstellung zu beteiligen.

Das Programm des Freundschaftsfestes beginnt um 12 Uhr mit Tanzgruppen-Vorführungen des Vereins Planeta. Ab 13 Uhr ist afghanischer Rap zu hören, gefolgt von kroatischer (13.30 Uhr) und italienischer Folklore (14 Uhr). Die Gruppe JJAZ bietet ab 14.30 Uhr eritreische Folklore. Danach gibt es russische Klänge vom Verein „Alle zusammen“ zu hören (ab 15 Uhr), gefolgt von kurdischer Folklore (15.30 Uhr.) Eine Big-Band aus Flüchtlingen präsentiert der Verein „Global Village“ ab 16 Uhr, danach wird es Kroatisch (16.30 Uhr). Der Verein KID sorgt ab 17 Uhr für russische und ungarische Folklore. Danach wird es ab 17.30 Uhr sportlich – zu sehen ist dann Taek-Won-Do. Syrische (ab 18 Uhr) und bosnische Folklore (18.30 Uhr) sind die nachfolgenden Programmpunkte. Ab 19 Uhr präsentiert IGBO afrikanische Klänge, danach gibt es eine Shaolin- und Taichi-Show zu sehen (ab 19.30 Uhr). Zum Abschluss gibt es ab 20 Uhr ghanaische Palwine Music mit Kotey Niikoi und Dromo.

Für die Verpflegung sorgen die Frauen- und Mädchengruppe des Stadtteilzentrums Süd-Ost, die DITIB, Frauen für Frieden, der bosnische Kultur- und Sportverein Hanau, die italienische Gemeinde Hanau, das kurdische Kulturzentrum Hanau, der tunesisch-deutsche Kultur Verein Hanau, Global Village/Café Oase, der spanische Elternverein, der kroatische Verein „Hrvatski Dom Hanau“, Ahmadiyya Muslim Jamaat Hanau, der ukrainisch und russische Verein KID, das islamische Informations- und Begegnungszentrum, die armenische Gemeinde Hanau, Queer Hanau und der VfR Kesselstadt.

 „Sie hat ihren Mitmenschen durch ihr Engagement einen unschätzbar großen Dienst erwiesen“: Landesehrenbrief für Gabriele Ewald

Verdiente Würdigung einer hoch engagierten Mitbürgerin: Im Rahmen einer Feierstunde im Hanauer Rathaus hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky den Ehrenbrief des Landes Hessen an die Stadtverordnete Gabriele Ewald überreicht. In seiner Ansprache würdigte der OB Ewald als eine hoch engagierte Frau, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in zahlreichen Gremien, Vereinen und Organisationen einbringt.  „Bekannt ist Gabi Ewald insbesondere für ihre Tätigkeit in der Kommunalpolitik und im Bereich Sport“, sagte der OB, doch auch zu Gunsten der Flüchtlingshilfe, am Gericht und in der Nachbarschaftshilfe habe Ewald sich mit viel Engagement betätigt und viele Stunden ihrer Zeit geopfert.

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Die Liste von Ewalds Engagements sei lang und könne nur auszugsweise erwähnt werden, sagte Kaminsky, und doch wolle er es versuchen. „Neben der Politik ist der Sport Ewalds große Leidenschaft“, weiß Kaminsky zu berichten: „Seit 1979 ist Gabi Ewald Mitglied der DJK Sportvereinigung Eintracht Steinheim e.V. Bis heute war sie in zahlreichen Funktionen - zuletzt als 1. Vorsitzende und seit März 2017 im Ältestenrat – des Vereins tätig.“ Gemeinsam mit Thorsten Wolter von der DJK Steinheim und dem Ausländerbeirat der Stadt Hanau habe sie den Fair-Play Preis 2009 des hessenweit aktiven Netzwerks „ballance Hessen – Fußball für Integration, Toleranz und Fair Play“ für das gemeinsam organisierte Pfingstturnier entgegen genommen.

Im Sportkreis Main-Kinzig e.V. - ehemals Sportkreis Hanau e.V. - sei Ewald seit 2000 Referentin für Familie, Frauen, Senioren, Integration, Inklusion sowie seit 2009 Integrationsbeauftragte. Ebenfalls mitgearbeitet habe Ewald beim Projekt „Gemeinsam Vielfalt leben in Hanau“ in den Jahren 2009 – 2010, beim runder Tisch „Integration durch Sport“ im Sportkreis und ab 2016 auch im Arbeitskreis Integration im Sportkreis.

„Frau Ewald war zudem Mitglied im Landesausschuss Frauen im Sport im Landessportbund Hessen von 2001 bis 2006, organisiert seit 2001 den Hanauer Stadtlauf und ist seit 2016 Sportcoach der Stadt Hanau zur Integration von Flüchtlingen“, zählt Kaminsky weiter auf. Von 2006 bis 2014 sei sie zudem Mitglied im Verein für Deutsche Schäferhunde e.V., Ortsgruppe Hanau gewesen, auch für einige Jahre als Beisitzerin im Vorstand.

„Um diese umfassende Liste zu ergänzen, sei erwähnt, dass Gabi Ewald auch Gründungsmitglied der Steinheimer Nachbarschaftshilfe e.V. im Jahr 2007 ist, sowie Vorleserin der Aktion ‚Hanau liest ein Buch‘“, berichtet der OB. Seit 2015 arbeitet sie zudem ehrenamtlich als Willkommenslotsin der Stadt Hanau in der Betreuung von Flüchtlingen und sie sei auch Mitglied in der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Steinheim. „Nicht zu unterschlagen ist auch Ewalds Tätigkeit als Hilfsschöffin beim Landgericht Hanau von 2008 bis 2012“, erzählt Kaminsky .

Auch in der Kommunalpolitik sei Ewald hoch aktiv: „Seit 2006 ist Frau Ewald im Vorstand der SPD, Ortsverein Steinheim, zudem ist sie Mitglied im SPD Stadtverband Hanau.“ Auch im Ortsbeirat Steinheim sei Ewald seit 2008 aktiv, von 2011 bis 2016 sogar als stellvertretende Ortsvorsteherin. „Seit 2011 ist Gabriele Ewald Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in der SPD-Fraktion. In dieser Funktion wirkt sie seither mit im Ausschuss Kultur, Schule und Sport, als Mitglied der Sportkommission sowie seit April 2016 auch als Mitglied der Volkshochschulkommission“, berichtet der OB. Auch Ewalds Tätigkeit als Mitglied der Sportkommission des Main-Kinzig-Kreises von 2003 bis 2006 wolle er nicht unterschlagen.

„Liebe Gabi Ewald, sie haben sich in unserer Gesellschaft und für unsere Gesellschaft wirklich auf ganz breiter Ebene engagiert und dabei wenig ausgelassen“, stellte der OB fest. „Sie haben Zeit, Energie und Herzblut in unzählige Projekte und Organisationen gesteckt und ihren Mitmenschen durch ihr Engagement einen unschätzbar großen Dienst erwiesen. Danke für die unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die sie unserer Stadt schenken! Danke für ihre Entschlossenheit und ihre Ausdauer, ihr Einfühlungsvermögen, für all ihre Talente und Fähigkeiten, die sie in ihre zahlreichen freiwilligen Aufgaben einbringen“, sagte Kaminsky.

Er dankte Ewald, dass sie ihr Bürgersein nicht nur als Katalog von Rechten und Ansprüchen verstehe, sondern auch als Aufforderung gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. „Sie mögen ihr Engagement für die Gesellschaft und unsere Stadt für selbstverständlich halten, doch das ist ihr Einsatz ganz sicher nicht. Die Verleihung des Landesehrenbriefes möchte ich daher zum Anlass zu nehmen, das öffentliche Dankeschön zu überbringen, das ich bei dieser Gelegenheit stellvertretend für alle ausspreche, die von ihrem Wirken profitieren konnten“, so Kaminsky: „Unsere Stadt wäre um vieles ärmer ohne ihre Ehrenamtler, ohne die Frauen und Männer, Erwachsene wie Jugendliche, die sich freiwillig für die Belange ihrer Mitmenschen und für ein gutes Miteinander engagieren. Es ist nicht vorstellbar, wie unser Gemeinwesen ohne Menschen wie sie funktionieren sollte.“

Hanauer Jungs erfolgreich bei „kicken & lesen in Hessen“

Parallel zum Confederations Cup fand im Frankfurter Volksbank Stadion ein Kleinfeldturnier mit 39 Jungen im Rahmen von „kicken & lesen in Hessen“ statt. Mit diesem Projekt fördern die „hessenstiftung – familie hat zukunft“ und der FSV Frankfurt 1899 gemeinsam die Integration und Bildungschancen von Jungen. Diese liegen in der Lesekompetenz nämlich oft weit hinter gleichaltrigen Mädchen.

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In diesem Jahr wurde „kicken & lesen" an den vier Standorten Bad Nauheim, Hanau, Pfungstadt und Viernheim für jeweils zehn Tage durchgeführt. Es galt insbesondere Jungen aus Flüchtlingsfamilien und mit Migrationshintergrund zu erreichen. Die Stadtbibliothek Hanau hat sich in diesem Jahr in Kooperation mit dem VfR 1925 Kesselstadt beteiligt.

„Highlights waren der Besuch der Commerzbank Arena und des Eintracht-Museums und die Übernachtung auf dem Sportplatz des VfR 1925 Kesselstadt, die leider wegen Gewitterwarnung in die Umkleidekabine verlegt werden musste", berichtet Projektkoordinatorin Edith Reusswig.

Beim Kleinfeldturnier belegten die 11- bis 13-jährigen Jungs vom VfR 1925 Kesselstadt sowohl im Fußball als auch beim Lesen die beiden ersten Plätze. Bei zwei Lesetests, von denen der eine am Anfang des Projekts und der andere am Ende durchgeführt wurde, konnte eine Verbesserung der Lesefähigkeit festgestellt werden, berichtet Reusswig.

Gleichberechtigt neben dem Kleinfeldturnier zum Projektabschluss stand der Lesewettbewerb. Nach jedem Spiel absolvierten die Teams Dribblingübungen mit der Aufgabe, einen Satz aus Satzteilen auf Kartons richtig zusammenzusetzen. Für diese Übung gab es genauso viele Punkte wie fürs Fußballspiel. „Die Jungs konnten die Erfahrung machen, dass sie mit Lesen ebenso punkten wie mit Kicken“, sagte Ulrich Kuther, Geschäftsführer der „hessenstiftung - familie hat zukunft“. Das Turnier wurde unter den beiden spielerisch besten Mannschaften zuletzt beim Lesewettbewerb entschieden. Eine Urkunde erhielten jedoch alle teilnehmenden Jungen.

Senioren engagieren sich für Flüchtlinge: „Wichtiger gesellschaftspolitscher Beitrag“

Das Seniorenbüro der Stadt Hanau beteiligt sich seit Anfang 2016 an dem Projekt „Alt für Jung Patenschaften - Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“ im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“. Dieses Projekt wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros an 20 Standorten in Deutschland durchgeführt. Auf Einladung der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros und des Seniorenbüros Hanautrafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Projektstandorte jetzt in Hanau, um wichtige Themen aus der Patenschaftsarbeit zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

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Am ersten Tag des Treffens besuchten die Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren die städtische Flüchtlingsunterkunft auf dem Sportsfield-Gelände in Wolfgang. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft und Barbara Heddendorp präsentierten den Gästen die Hochbeete und die speziell für den Tag gefertigten Sitzgelegenheiten aus Paletten. Die Patinnen und Paten Inge und Karl Paap, Renate Krüger und Gabriele Spehar hatten diese Projekte zusammen mit den Menschen vor Ort umgesetzt, konnten aber leider an diesem Tag nicht vor Ort sein.

Bei Kaffee, Tee und Kuchen kamen alle Beteiligten schnell ins Gespräch. Der ehrenamtliche Projekt-Pate Dr. Karl Heinz Leister informierten über die zahlreichen Angebote in der städtischen Unterkunft, die von engagierten Menschen freiwillig umgesetzt werden. Flüchtlingskoordinator Daniel Freimuth begleitete die Gäste über das Gelände und präsentierte eine Musterwohnung.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Standorte zeigten sich begeistert über die Idee gemeinsam mit den Menschen Hochbeete zu bauen und zu bepflanzen sowie Sitzgelegenheiten aus Paletten zu fertigen. „Wir werden diese Anregungen gemeinsam mit den Menschen etwas herzustellen und ihre Fähigkeiten einzubinden mit nach Hause nehmen“, sagte Marita Gerwin aus Arnsberg, Fachstelle Zukunft Alter.

Zum Treffen am folgenden Tag im Brockenhaus begrüßte Gabriella Hinn, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS): „Es ist der Bundesarbeitsgemeinschaft ein Anliegen, bei der Umsetzung des Projektes insbesondere lebenserfahrene Menschen anzusprechen. Die langjährige Erfahrung der Seniorenbüros, ihre Expertise und ihr Fingerspitzengefühl haben sich sehr bewährt“, sagte Hinn. „Das Projekt Alt für Jung Patenschaften ist für uns als Bundesverband kein „normales“ Projekt, sondern zugleich ein wichtiger gesellschaftspolitscher Beitrag zu einem friedlichen und gleichberechtigten Zusammenleben in Vielfalt“, so Hinn weiter. Die BaS werde im Jahr der Bundestagswahl nicht nachlassen sich für die geflüchteten Menschen einzusetzen und mache sich mit den anderen bundesweiten Trägern für eine Fortsetzung und Aufstockung des Programms stark, so die Geschäftsführerin.

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel spannte den Bogen von der Geschichte der Glaubensflüchtlinge in Hanau vor rund 400 Jahren bis zum Ankommen der geflüchteten Menschen in den letzten Jahren. Er betonte zudem das große Engagement der Menschen in Hanau und berichtete zum aktuellen Stand der Flüchtlingsarbeit in Hanau. „Migration in Hanau ist ein Thema von zentraler Bedeutung ist. Wir leben in einer Stadt, die geprägt ist von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. Ziel ist es geflüchtete Menschen in der Stadt zu integrieren und Migration gemeinsam zu leben. Integration heißt zusammenleben und nicht nebeneinander leben. Das ist eine Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger in Hanau mit dem Ziel Vielfalt als Chance zu sehen und zu leben“, so Weiss-Thiel.

Eine politische Einordnung nahm der Journalist und Autor Stephan Hebel mit seinem Beitrag „Missbrauchte Migration – wie AfD und Co. das politische Klima verändern“ vor. Seine Thesen wurden im Anschluss angeregt diskutiert.

In einem World-Café – moderiert von Michael Stegmann, dem Leiter des Hanauer Seniorenbüros - setzten sich die Teilnehmenden am Nachmittag mit den bislang erreichten Erfolgen und den anstehenden Aufgaben auseinander. Das Angebot zum Austausch wurde, trotz tropischer Temperaturen, intensiv genutzt. Fazit: Die gesellschaftliche Integration der Geflüchteten ist ein Langstreckenlauf… Abschließend wurden die Ergebnisse von Gabriella Hinn und Erik Rahn, der im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros das Projekt begleitet, präsentiert.

Eine Tagungsdokumentation finden Interessierte auf der Homepage der BaS http://www.seniorenbueros.org/ Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros bedankte sich abschließend bei allen Gästen und beim Hanauer Seniorenbüro für die Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung.

Kaminsky und Weiss-Thiel danken Ärzten vom sozial-ärztlichen Flüchtlingsdienst

Seit Anfang 2016 bis heute waren die Ärzte Dr. Andreas Müller, Gerd Schäffer und Dr. Sabine Laber-Szillat ehrenamtlich für die Flüchtlinge in der kommunalen Unterkunft in Sportsfield Housing aktiv. Zweimal wöchentlich boten sie im Rahmen des sozial-ärztlichen Dienstes vor Ort Sprechstunden für die Menschen an, die dort dankbar angenommen wurden. Jetzt, da die Flüchtlinge in der kommunalen Unterkunft fast alle über eine eigene Krankenversicherungskarte verfügen und der Zustrom von Menschen nachgelassen hat, wurde der Dienst eingestellt.

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Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel nahmen das zum Anlass den engagierten Medizinern bei einem Treffen im Rathaus, bei dem Dr. Laber-Szillat leider verhindert war, ihren persönlichen Dank zu übermitteln: „Sie haben großartige Arbeit geleistet und viele Stunden ihrer Zeit geopfert“, sagte der OB. In einer schwierigen Zeit, die nur mit der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer zu bewältigen gewesen sei, hätten die drei Haltung gezeigt und gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Dafür gebührt ihnen große Ehre“, so Kaminsky. „Sie haben den Menschen, die auf Sportsfield lebten und leben einen großen Dienst erwiesen!“, fügte Weiss-Thiel hinzu.

Schäffer, der trotz seiner beachtlichen 88 Jahre noch regelmäßig seinem Kollegen Müller in den Sprechstunden assistierte bekennt, dass er den Dienst auf Sportsfield mit ein wenig Wehmut einstellt: „Viele Flüchtlinge waren froh, dass sie vor Ort einen Ansprechpartner für ihre medizinischen Probleme hatten , denn sie waren ja fremd hier und kannten sich gar nicht aus“, berichtet er. „Wir hatten auch viel mit Sprachproblemen zu kämpfen, denn unsere Patienten sprachen viele verschiedene Sprachen, aber meist wenig deutsch“, erinnert sich der erfahrene Mediziner. Die Verständigung habe mit Händen und Füßen und Brocken von Englisch sowie der Hilfe von Übersetzern stattgefunden, erzählt er. „Manche haben auch ihre Kinder, die in die deutsche Schule gingen und dort die Sprache lernten, als Übersetzer mitgebracht!“ Insgesamt sei der sozial-medizinische Dienst für ihn eine sehr positive Erfahrung gewesen, sagte Schäffer.

Kaminsky und Weiss-Thiel überreichten den Gästen kleine Geschenke zum Dank und Blumen für Dr. Laber-Szillat, die vertretungsweise von Claudia Schäffer, der Ehefrau von Gerd Schäffer, entgegengenommen wurden. „Es ist schön zu wissen, dass es in Krisenzeiten Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren und auf die man sich verlassen kann“, stellten der Oberbürgermeister und sein Vertreter fest.

Gemeinsames Sommerfest für Flüchtlinge in Sportsfield Housing

"Wir bauen Brücken" - unter diesem Motto stand das Sommerfest für Flüchtlinge, das die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung und die Gemeinschaftsunterkunft der Stadt Hanau gemeinsam in Sportsfield Housing feierten. Bewohner aus beiden Einrichtungen genossen das bunte Programm gemeinsam.

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Neben Live-Musik von Jörg Sanders gab es eine Trommelvorführung , eine Tombola und jede Menge Kinderprogramm, für das das Spielmobil Augustinchen sorgte. Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der als Schirmherr fungierte, bedankte sich bei der Johanniter Unfall Hilfe Hanau & Main-Kinzig für die Organisation und zeigte sich hocherfreut darüber, dass die Kooperation zwischen Stadt und Land weiterhin wächst und gedeiht. Die gute Zusammenarbeit wurde auch von Andrea Kaup vom Regierungspräsidium Gießen gelobt, die Grußworte des Landes Hessens überbrachte.

Neben den Haupt- und Ehrenamtlern aus beiden Einrichtungen packten auch das Team des „Café Oase“ und die Bewohner beherzt mit an – sie sorgten unter anderem für die Verpflegung und tischten Spezialitäten aus ihren Herkunftsländern auf. Stimmungsvoller Höhepunkt des Fests war das Fliegenlassen roter Luftballons – auf angehängten Kärtchen hatten die Flüchtlinge zuvor ihre Wünsche notiert.

Schülerinnen erhalten Zonta-Preis für ihr Engagement

Der Zonta-Club Hanau hat zum zehnten Mal den Young Women in Public Affairs Award (YWPAA) verliehen. Mit diesem Preis werden junge Frauen im Alter von 16 bis 19 Jahren geehrt, die sich durch besonderes ehrenamtliches Engagement im schulischen wie auch privaten Bereich auszeichnen.

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Im WaschWerk der Lebensgestaltung e.V. an der Nordstraße trafen sich jetzt neben den Zonta-Mitgliedern auch zahlreiche Unterstützer und Sponsoren des Clubs sowie eine Vielzahl geladener Gäste. Die Stars des Abends waren aber zwei Schülerinnen aus Bruchköbel und Maintal, die sich „über alle Maßen sozial engagieren“, wie Andrea Güthge, frisch ernannte Präsidentin des Zonta-Clubs Hanau, lobte. „Wir wollen mit der Verleihung dieses Förderpreises junge Frauen für ihre ehren-amtliche Arbeit auszeichnen und gleichzeitig motivieren, sich künftig im öffentlichen Leben, der Politik und gemeinnützigen Organisationen einzusetzen“, sagt Güthge.

So könne auch das Bestreben von Zonta, eines Serviceclubs berufstätiger Frauen in Führungspositionen, die sich für die Verbesserung der Stellung der Frau in rechtlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht einsetzen, vorangetrieben werden. Dazu unterstützt der Hanauer Club mit verschiedenen Aktionen örtliche, nationale und internationale Hilfsprojekte.

Den ersten Preis, der mit 500 Euro dotiert ist, erhält die 17-jährige Berit Abraham aus Bruchköbel. Die Abiturientin der Karl-Rehbein-Schule ist Mitglied in der Arbeitsgruppe Asylcourage, in der sie junge Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt. Sie ist aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Jakobusgemeinde in Bruchköbel und sorgt beim DLRG für die Sicherheit der Badegäste im Bärensee. Berit Abraham geht im Sommer für neun Monate nach England, wo sie im Team eines christlichen Gästehauses arbeiten wird.

Der mit 250 Euro dotierte zweite Preis geht an Sophia Gerson. Die 18-Jährige aus Maintal ist Mediatorin am Franziskaner-Gymnasium Kreuzburg, leitet hier unterschiedliche Workshops und betreut an den Familienwochenenden der Schule die anwesenden Kinder. Sie ist im Karnevalsverein engagiert und leistet Kinder- und Jugendarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde in Maintal. Die junge Frau legt nach dem Abitur ein freiwilliges pastorales Jahr ein und möchte anschließend Theologie studieren.

Beide Preisträgerinnen stellten sich und ihre Aktivitäten persönlich vor und hinterließen bei allen Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck. So auch bei der Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck: „Ich bin ganz begeistert von diesen beiden engagierten jungen Damen. Sie werden beide ihren Weg gehen und künftig sicherlich noch viel Verantwortung in unserer Gesellschaft übernehmen.“

Funck betonte, dass der „Young Women in Public Affairs Award” wichtig sei, weil er das Engagement junger Frauen für alle sichtbar mache. Er solle Impulse geben und gutes Beispiel für andere sein. Schließlich müsse weiter an der Stellung der Frauen in der Gesellschaft gearbeitet werden: „Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht. Aber eben nur darum, weil die Frauen nie locker gelassen und sich ihre Rechte sukzessive erkämpft haben.“ Dieser Kampf müsse weitergehen, bis eine 100-prozentige Gleichstellung der Geschlechter gegeben sei.

„IMPULS“ eröffnet Perspektiven für geflüchtete Kinder und Eltern

Ein niedrigschwelliges Einstiegsangebot zum Erlernen der deutschen Sprache schaffen und damit beim ersten Schritt zur Integration helfen – das ist das Ziel des Programms „Willkommen mit IMPULS“ der IMPULS Deutschland Stiftung. In Hanau wird das Projekt von der städtischen Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der Familien- und Jugendberatung der Stadt Hanau umgesetzt – und mit großzügiger Unterstützung der „Ursula-Berenbrok-Winterstein-Stiftung“, die dafür 5000 Euro zur Verfügung gestellt hat.

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„Wir wollen einen Beitrag zur Bildungs-Integration geflüchteter Kinder und ihrer Eltern leisten und ihnen eine Perspektive in Deutschland ermöglichen“, erläutert Elke Hohmann, Leiterin der VHS Hanau. Das Projekt ist unter der Regie von Kimberly Saal, städtische Koordination der Sprachangebote für Geflüchtete, vor wenigen Wochen in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Sportsfield Housing gestartet. Sechs Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren treffen sich an jedem Mittwoch zum gemeinsamen Spielen. Durch verschiedene Aktivitäten erhalten sie spielerische Anregungen für die sprachliche, kognitive und sensomotorische Entwicklung.

Dabei steht vor allem der Spaß im Vordergrund, durch den der Lernprozess unterstützt wird. Mütter und Väter werden aktiv in die Arbeit mit dem Kind einbezogen. Die Eltern sollen in ihren Elternkompetenzen gestärkt und sich der Wichtigkeit des kindlichen Spiels bewusst werden.

Begleitet werden die Treffen von Nuray Yavuz und Tatjana Felk von der Familien- und Jugendberatung der Stadt Hanau, die in dem Projekt als so genannte „Familienbesucherinnen“ fungieren. Durch wöchentliche Hausbesuche sollen sie dabei helfen, dass die Familien Strukturen und Vertrauen zur deutschen Gesellschaft aufbauen können. Bis zu 20 Familien aus der Gemeinschaftsunterkunft sollen in dem mehrstufigen Projekt, das auf ein Jahr angelegt ist, begleitet werden.

„Wir wollen Neugierde und Selbstbewusstsein der Kinder fördern und ihnen Spaß am Lernen vermitteln“, nennt Projektkoordinatorin Saal die ersten Schritte des Projekts. Im Moment wird vor allem gespielt – auf von IKEA Hanau eigens für das Projekt gespendeten Teppichen und Kissen.

20 Organisationen präsentieren sich

Am Samstag, 10. Juni, findet von 10 bis 16 Uhr am Forum Hanau ein Markt der Möglichkeiten zum Thema „Freiwillig engagieren, aber wo?“ statt. Veranstalter ist das Netzwerk Freiwilligenkoordination, das von der Freiwilligenagentur Hanau gegründet wurde. 20 Organisationen werden an Infotischen über die verschiedenen Engagementmöglichkeiten in ihrer Einrichtung informieren. Es werden Engagementmöglichkeiten in den Bereichen Kinder, Flüchtlinge, Kultur, Tiere, Stadtteil/Nachbarschaft, Senioren und Inklusion vorgestellt. Weitere Informationen gibt es bei Iris Fuchs von der Freiwilligenagentur Hanau, 06181/66832053.

Kleidersammlung für bedürftige Menschenin Hanau

Mehrere hunderttausend Tonnen Altkleidung werden hierzulande im Jahr weggeworfen. Nur 20 Prozent davon laden in Sammelcontainern. Der große Rest wird über den Hausmüll dem Wiederverwerten entzogen. Die Sammelquote in der Brüder-Grimm-Stadt zu steigern und das Sammelgut einem gemeinnützigen Zweck zuzuführen ist Ziel des städtischen Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS), dererstmals Container auf dem Betriebshof in der Daimlerstraße 5 aufgestellt hat. Außerdem sammelt die Johanniter-Unfall-Hilfe jetzt auch direkt an der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung Kleidung für Flüchtlinge.

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„Wir helfen seriösen Wohlfahrtsverbänden und die wiederum den benachteiligten Menschen. Wir schonen die Umwelt und bieten die Chance, bei der Fahrt zum städtischen Wertstoffhof gebrauchte Kleidung, Decken und Schuhe gleich sinnvoll mit zu entsorgen“, umreißt Bürgermeister Axel Weiss-Thiel die Strategie von HIS. Gleich am Eingang des Wertstoffhofs haben die örtliche Johanniter-Unfallhilfe, Malter-Hilfsdienst und DRK jeweils einen Sammelcontainer für gebrauchte Kleidung, Bett- und Haushaltswäsche in Säcken sowie zusammengebundene Schuhpaare aufgestellt. Die Verbände leeren ihre Behälter regelmäßig und sortieren bei sich den eingeworfenen Inhalt. Dabei entscheiden sie, was für Obdachlose, Flüchtlinge oder andere Bedürftige passt und was in ihre Second-Hand-Läden gelangt. Etwa fünf Prozent wird zur weiteren Verwertung weiter verkauft, beispielsweise für neue Ware oder für Industrie-Putztücher.

Aus dem Verkauf von Altkleidern finanzieren die drei Hilfsorganisationen soziale Projekte. Beispiele dafür nennen Sven Holzschuh von den Johannitern, Sabine Kroh von den Maltesern und Benjamin Heier bei der offiziellen Inbetriebnahme der Sammelcontainer: Krankenfahrten, Erste-Hilfe-Kurse, warme Mahlzeiten für Kinder und Jugendliche, Trauerbegleitung für Kinder, Besuchsdienste für Ältere, Demenzbetreuungen. Daniela Münzing, städtische Abfallberaterin bei HIS, erhält aus der Bürgerschaft immer wieder Anrufe mit der Frage, wie sich Altkleider in Hanau sinnvoll verwerten ließen. Nun kann HIS „guten Gewissens“, so Betriebsleiter Markus Henrich, auf die Sammlung der drei gemeinnützigen Verbände hinweisen, mit denen der städtische Eigenbetrieb Verträge geschlossen hat.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe RV Hanau & Main-Kinzig hat im Stadtgebiet insgesamt vier Kleider-Container aufgestellt. „Das Besondere daran ist: Die gesamte dort eingeworfene Kleidung kommt den in Hanau untergebrachten Flüchtlingen zu Gute“, erläutert Regionalvorstand Sven Holzschuh. Zwei der frech beklebten Container stehen deshalb auch unmittelbar vor der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung auf Sportsfield Housing, für die die Johanniter als Dienstleister fungieren.

Bürgermeister Weiss-Thiel betont nicht nur den gemeinnützigen Zweck der Altkleidersammlung, sondern sieht darin auch einen Gewinn für die Umwelt. Denn diese Form der Kreislaufwirtschaft helfe, dass durch Wiederverwerten große Mengen an Wasser, Energie und Chemikalien bei der Textilproduktion gespart werden.

Allein in Hanau fallen nach HIS-Berechnung jährlich 674 Tonnen Altkleider an. Deren Spendenwert beträgt mehr als 300.000 Euro. „Solche Zahlen zeigen, dass wir die Sammlung nicht allein Privatunternehmen überlassen sollten“, findet Weiss-Thiel. Er appelliert an diejenigen, die privat Platz für Altkleider-Container anbieten, dabei gemeinnützige Hilfsorganisationen zu bevorzugen.

30 Fachleute aus dem Bundesgebiet diskutieren in Hanau das Thema „Stadtentwicklung und Migration“

Wie verändert Migration die Stadtentwicklung? Unter dieser Fragestellung haben sich in Hanau rund 30 Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet getroffen. Auf Einladung der Initiative „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ trafen sich Vertreter von jenen zehn Kommunen im Brockenhaus, die für das Projekt „Stadtentwicklung und Migration“ ausgewählt worden sind. Auch die Stadt Hanau gehört dazu. „Und das freut uns sehr, denn Hanau ist damit zum ersten Mal Projektstandort der ‚Nationalen Stadtentwicklungspolitik‘“, so Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen & Umwelt.

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Bieberle begrüßte die Gäste zum Auftakt des zweitägigen Erfahrungstausches und verwies auf die zahlreichen Erfahrungen, die Hanau bei der Integration schon gesammelt habe. Ob die calvinistischen Religionsflüchtlinge im Mittelalter, die vielen Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg oder die Gastarbeiter aus der Türkei, aus Italien oder aus Spanien in den 60er-Jahren – sie alle hätten Hanau mitgeprägt. „Multikulti ist in Hanau eingeübt“, begründete Bieberle, warum sich Hanau unter der Überschrift „Arrival Hanau – Ankommen in der Metropolregion“ für das Projekt beworben habe.

Die „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ ist eine Initiative mehrerer öffentlicher Institutionen. Ihr Ziel ist es, die Städte und Regionen in Deutschland zu stärken. Dazu sind verschiedene Handlungsfelder definiert worden, in denen Förderung und Diskussionen zusammengeführt werden sollen. Im aktuellen Projekt unter Überschrift „Stadtentwicklung und Migration“ sollen innovative Stadtentwicklungskonzepte erarbeitet werden, die ein Leitbild der Integration und eine Konzeption für dessen räumliche Umsetzung beinhalten. Zehn Projekte sind dafür ausgewählt worden, die in den kommenden drei Jahren modellhafte Konzepte entwickeln sollen.

„Hanau hat als Ankunftsstadt eine große Tradition“, erläuterte Bieberle und verwies auch auf die amerikanischen Soldaten, für die Hanau jahrelang der Ankunftsort in Europa gewesen sei. Wie aus den bislang militärisch genutzten Flächen lebendige Orte des Ankommens für Geflüchtete, andere Zuwanderergruppen und die Stadtgesellschaft gemacht werden könnten, ist eine der Fragestellungen, die nun diskutiert werden soll. In Zusammenarbeit mit der „NH ProjektStadt“ möchte die Stadt mit Partnern aus Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft ein integriertes Handlungskonzept für die „Ankunftsstadt“ erarbeiten. Dabei sollen die in Hanau lebenden Geflüchteten genauso eingebunden werden wie die „alte Nachbarschaft“.

Zu Beginn wird eine städtebauliche Analyse vorgenommen, dabei werden auch die vorhandenen Konversionspotentiale untersucht. Die Analyse und die Weiterentwicklung lokaler Netzwerke sowie die Einbeziehung der Bürger vor Ort stellen weitere wichtige Bestandteile des Konzepts dar. So soll ein Umsetzungskonzept entstehen, aus dem sich spezifische Handlungsfelder und Maßnahmen für die Entwicklung der „Ankunftsstadt“ ableiten lassen. Ziel ist es zudem, erfolgreiche Bausteine auf andere Orte der Region zu übertragen.

Vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das die Fördermittel bereitstellt und alle zehn ausgewählten Projekte begleitet, sind die in Hanau ergriffenen Maßnahmen bereits bei einem Besuch im März positiv aufgenommen worden. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen dem Land Hessen mit seiner Erstaufnahmeeinrichtung und der Stadt Hanau mit der angrenzenden Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge wurde gelobt. „Sie sind in Hanau auf einem sehr guten Weg“, bestätigte Stephan Willinger vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Neben Hanau präsentierten bei dem zweitägigen Erfahrungsaustausch unter anderem Kaiserslautern („Integration findet Stadt“), Leipzig („Integration durch Initiativmanagement“), Tübingen („Nachbarschaft und Vielfalt: Strategische Wohnraumentwicklung für Geflüchtete“) und Saarbrücken („PatchWorkCity – Saarbrücken entwickelt Vielfalt“) ihre Konzepte. Außerdem diskutierten die Teilnehmer über die Fragen „Welche Anforderungen werden an die Verwaltung einer Ankunftsstadt gestellt?“ und „Wie kann ein Dialog mit der Stadtgesellschaft gestaltet werden?“. „Das Thema Integration hat uns in der Stadtentwicklung schon vor dem großen Flüchtlings-Andrang beschäftigt – und es wird uns auch noch lange erhalten bleiben“, erklärte Tilman Buchholz vom zuständigen Bundesministerium.

„Menschen in Hanau“ und Kulturloge unter einem Dach

Die Initiative „Menschen in Hanau“ und der Verein Kulturloge Hanau engagieren sich dafür, dass alle Menschen in der Brüder-Grimm-Stadt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Alter, Herkunft, Behinderung oder ein schmaler Geldbeutel sollen kein Hinderungsgrund sein. Dieses gemeinsame Anliegen wird in einem Büro im „Haus am Steinheimer Tor“ lebendig.

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Im Dezember 2016 sind Lisa Uibel und Gabriele Bromboszcz als Vertreterinnen der Kulturloge eingezogen. Im Februar gesellten sich Sylvie Janka und Karin Clemens von „Menschen in Hanau“ dazu. Von dem freundlichen Miteinander überzeugten sich Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck.Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überreichte bei ihrem Besuch einen Scheck im Wert von 2.000 Euro für die Kulturloge, denn „Kultur hat die Kraft zu verbinden und zu integrieren. Umso wichtiger ist es, dass wir allen Frauen, Männern und Kindern den Zugang erleichtern.“

Die Initiative „Menschen in Hanau“ hat sich im Rahmen eines städtischen Inklusionsprojekts im Sommer 2016 entwickelt. Die rund 20 Akteurinnen und Akteure machen mit Aktionen auf Barrieren aufmerksam, die Menschen mit Beeinträchtigungen ein selbstbestimmtes Leben erschweren. Das barrierefrei erreichbare Büro ist Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger, denen das Thema Inklusion am Herzen liegt. Karin Clemens ist dienstags von 15 bis 17 Uhr anwesend (06181 5073-277; karin.clemens@menschen-in-hanau.de), Sylvie Janka unter der selben Nummer mittwochs von 9 bis 17 Uhr (sylvie.janka@menschen-in-hanau.de).

Lisa Uibel und Gabriele Bromboszcz sind die Seele der Kulturloge. Sie vermitteln freie Kartenkontingente für Kultur - und Sportveranstaltungen an einkommensschwache Hanauerinnen und Hanauer. Hartz IV-Empfänger, Arbeitslose, Senioren mit Grundsicherung, Alleinerziehende und Familien mit kleinem Einkommen aber auch Flüchtlinge können sich über Flyer bei sozialen Einrichtungen melden und ankreuzen, welche Kultursparte sie am liebsten besuchen möchten. Hat die Kulturloge nicht verkaufte Karten zu vergeben, werden die Interessierten angerufen. Die Karten werden dann auf ihre Namen an der Kasse hinterlegt.

Für die Kulturloge Hanau stellt das Büro im Haus am Steinheimer Tor die Nahtstelle zwischen den 16 Veranstaltern, die Karten anbieten, den 45 Sozialpartnern, bei denen man sich anmelden kann und den Menschen dar. Bislang sind 75 Kulturinteressierte registriert, davon 37 Kinder und 38 Erwachsene. Seit Februar wurden 72 Karten an 36 Personen vergeben. Die vermittelten Kulturgäste kamen mit Anmeldungen des Diakonischen Werks Hanau, des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis und der Stiftung Lichtblick der Evangelischen Marienkirchengemeinde Hanau zur Kulturloge.

Lisa Uibel und Gabriele Bromboszcz bieten in dem Büro keine Beratung an. Wer sich näher über die Kulturloge informieren möchte, kann sich bei der Stadt Hanau an Wolfgang Kischel wenden (wolfgang.kischel@hanau.de, 06181/295-969) oder im Internet unter www.kulturloge-hanau.de.

Johanniter aus dem gesamten Bundesgebiet diskutieren in Hanau über Integrationskonzepte

„Die Integration der geflüchteten Menschen wird uns noch Jahre beschäftigen.“ Mit diesen nachdrücklichen Worten gab Stefan Sydow, Abteilungsleiter Asyl im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, die Marschrichtung für den Fachtag „Flüchtlingshilfe und Integration“ der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. vor. Rund 60 Johanniter aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich in der Erstaufnahmeeinrichtung in Hanau, um zwei Tage lang über Konzepte zur Integration zu diskutieren.

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Dass sie in Hanau einen reichhaltigen Schatz an Erfahrungen vorfinden, verdeutlichte Sydow in seinem Grußwort. Er lobte die Arbeit, die der Regionalverband Hanau & Main-Kinzig in der Erstaufnahmeeinrichtung leiste. Er betonte dabei, dass bei der Integration vor allem Netzwerke und Zusammenarbeit gefragt seien – und in Hanau lebe man dieses Zusammenspiel in der Kooperation zwischen Land und Stadt bereits seit Monaten vorbildlich. „Das ist toll, wie hier Brücken zwischen der Erstaufnahme und der Kommune gebaut werden“, sagte Sydow.

Lobende Worte für die Zusammenarbeit gab es auch von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der die Johanniter herzlich begrüßte. Er bestätigte, dass die Kooperation hervorragend laufe. Natürlich sei die räumliche Nähe zwischen der Landeseinrichtung und der Gemeinschaftsunterkunft der Stadt Hanau – beide befinden sich auf dem ehemals von den US-Streitkräften genutzten Sportsfield-Housing-Areal und sind nur durch einen Zaun voneinander getrennt – dabei ein großer Vorteil. Ausschlaggebend seien aber die Menschen, die diese Zusammenarbeit leben müssten – und das funktioniere mit den Johannitern vorbildlich.

Neben gemeinsamen Sprachkursen in der ehemaligen Elementary School finden diverse Kooperationsprojekte statt, die alle eines zum Ziel haben: die geflüchteten Menschen mit dem Leben in Deutschland vertraut zu machen und sie schnellstmöglich zu integrieren. „Dabei können unserer Meinung nach der Status und die Frage, wo derjenige untergebracht ist, keine Rolle spielen“, erklärte Dr. Benjamin Bieber von den Johannitern, der Motor in der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land ist. Gemeinsame Feste, gemeinsame Sportangebote, gemeinsame Angebote für Kinder – die Liste der Kooperationsprojekte ist lang.

Ein klares Plädoyer dafür, dass sie in Zukunft noch länger werden kann, gab Kaminsky in seinem Grußwort ab. Er habe zwar Verständnis dafür, dass bei Ausschreibungen auch der finanzielle Aspekt eine Rolle spielen müsse, er erwarte aber, dass die Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit diesem „mindestens auf Augenhöhe begegnet“. Für die Stadt Hanau sei es nämlich unabdingbar, dass sie wisse, mit wem sie es beim Betrieb der Erstaufnahme zu tun habe. Und die Johanniter hätten von Beginn an hervorragende Arbeit geleistet und maßgeblich dazu beigetragen, dass der soziale Frieden in Hanau gewahrt werden konnte. Kaminsky appellierte an die Hessische Landesregierung, dies entsprechend zu würdigen. In Wiesbaden ist diese Nachricht angekommen. Stefan Sydow versprach, dass die „Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit bei den Ausschreibungen selbstverständlich nicht außer Acht gelassen wird“. Das Land wisse, auf wen es sich in der Krise habe verlassen können und wer bis heute tatkräftig dabei helfe, den geflüchteten Menschen ein sicheres Leben zu ermöglichen. „Das werden wir nicht vergessen“, sagte Sydow.

Peter Kaimer, Vorstand des Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar, wird das gerne gehört haben. Er eröffnete die Fachtagung, zu der Sozialarbeiter der Johanniter aus allen neun Landesverbänden gekommen waren. Kaimer strich heraus, wie wichtig der gemeinsame Austausch innerhalb der Johanniter bundesweit sei, da man hier auf einen sehr großen Erfahrungsschatz zurückgreifen könne. Aber auch der Austausch zwischen dem Land, der Kommune und den Johannitern sei immens wichtig, um einen guten Betrieb zu ermöglichen. Und auch in diesen Punkten seien die Johanniter gut aufgestellt, die Kommunikation mit dem Land und der Stadt Hanau funktioniere sehr gut.

Die Teilnehmer diskutierten nicht nur über Integration im Allgemeinen, sondern beschäftigten sich auch mit speziellen Themen, etwa mit Flüchtlingen mit unsicherer Bleibeperspektive beziehungsweise abgelehntem Asylantrag. Darüber hinaus ging es um die Betreuung von unbegleiteten jungen Erwachsenen, sowie um Sozialarbeit mit Flüchtlingen, die Suchtprobleme haben. Nicht zuletzt beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit der Frage, wie man Radikalisierung erkennen kann und wie man mit ihr umgeht.

„Wenngleich die Flüchtlingskrise in der Öffentlichkeit ein wenig in den Hintergrund gerückt ist, so wird die Integration der Flüchtlinge die Bevölkerung genauso wie die Hilfsorganisationen noch Jahre beschäftigen“, bilanzierte Bieber. Die Tagung habe einmal mehr gezeigt, wie professionell und routiniert im Hintergrund daran gearbeitet werde, die gesellschaftliche Einbindung hunderttausender geflüchteter Menschen zu bewerkstelligen.

Heraeus bietet erneut Informationstag für Flüchtlinge an

Heraeus hat zum zweiten Mal einen Informationstag für Flüchtlinge, der über Ausbildungsgänge des Unternehmens informierte.

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Bereits zum zweiten Mal empfing die Heraeus Ausbildung zahlreiche Flüchtlinge im Werk in Hanau, um den Teilnehmern Einblicke in die technisch orientierten Ausbildungsbereiche Chemie, Metall, Mechatronik, IT und Glasbearbeitung zu ermöglichen. Insgesamt 41 junge Menschen im Alter von 16 bis 22 Jahren und ihre Lehrer besuchten das das Technologieunternehmen.

Neben allgemeinen Informationen zum dualen Ausbildungssystem in Deutschland sammelten die Besucherpraktische Erfahrungen an interaktiven Mitmach-Stationen. So stellten sie im Metall- und Mechatronik-Bereich ihre technischen Fähigkeiten unter Beweis, indem sie ihren Namen auf einen Schlüsselanhänger gravierten. Im IT-Bereich konnten die Teilnehmer mehr über Additive Fertigung lernen und eine VR-Brille ausprobieren. In der Chemie wurde unter anderem der pH-Wert von Getränken gemessen. Besonderes Interesse weckte auch die Glasbearbeitung. Hier wurde Glas an einer heißen Flamme bearbeitet und verformt.

„Uns ist es wichtig, den Flüchtlingen in unserer Stadt einen Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe und das deutsche Ausbildungssystem an sich zu ermöglichen. So können sie sich frühzeitig über mögliche Berufe informieren“, sagt Karin Saar, Leiterin der Ausbildung bei Heraeus. „Durch unsere Mitmach-Stationen konnten sie selbst Hand anlegen und sehen, welche Arbeiten ihnen liegen.“

Nach dem Informationstag können Lehrer besonders interessierte Schüler für ein Praktikum bei Heraeus empfehlen. Im nächsten Schritt bietet Heraeus bei entsprechender Eignung und ausreichenden Sprachkenntnissen auch Ausbildungsplätze an. Aktuell absolvieren sechs Flüchtlinge in verschiedenen Berufen ihre Ausbildung bei Heraeus

Der zweite Informationstag für Flüchtlinge wurde gemeinsam mit dem Koordinationsbüro der Stadt Hanau und der VHS Hanau geplant und umgesetzt. Die Teilnehmer, die schwerpunktmäßig aus Afghanistan, Syrien und Ostafrika nach Deutschland gekommen sind, wurden aus den INTEA-Klassen der Ludwig-Geissler-Schule und der Eugen-Kaiser-Schule ausgewählt und von ihren Lehrkräften begleitet.

Ausstellung beleuchtet Flüchtlingsschicksale

Krieg, Unterdrückung, Folter und Hunger zwingen Menschen zur Flucht. Der Hanauer Kulturverein zeichnete in dem Buch „Gesichter der Flucht“ das Schicksal von Flüchtlingen in Hanau anschaulich nach. Die Fluchtursachen und -wege sollen nun auch in einer Wanderausstellung des Vereins porträtiert werden. Vernissage ist am 5. Mai.

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Die Fachoberschul-Klasse 12 FBW1 der Kaufmännischen Schulen Hanau hat in Kooperation mit dem Designer Sascha Arnold ein Ausstellungskonzept erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler haben 12 Porträts herausgegriffen, die jeweiligen Umstände der Flucht analysiert und die Ergebnisse auf unterschiedliche Weise gestaltet.

Dabei hat sich die Klasse für ein durchgängiges Darstellungskonzept entschieden, das insbesondere den individuellen Fluchtweg deutlich macht. Darüber hinaus haben sich die Schülerinnen und Schüler auch kreativ mit den einzelnen Flüchtlingsbiografien auseinandergesetzt. So entstanden neben den informierenden Texten eigens gestaltete Grafiken und Gedichte sowie ergänzende Textproduktionen.

Das Projekt hat allen Beteiligten gezeigt, wie stark Biografien von politischen Zusammenhängen abhängen und dass Menschen schnell ohne eigenes Verschulden in Not geraten können.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am Freitag, den 5. Mai um 18.00 Uhr statt. Geöffnet ist die Ausstellung danach bis zum 14. Mai, jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Nach Vereinbarung sind auch während der Woche Sonderführungen möglich. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist die Remisengalerie des Hanauer Kulturvereins im rechten Torgebäude des Schlosses Philippsruhe in Hanau, Philippsruher Allee 47. Diese Wanderausstellung kann über den Hanauer Kulturverein (info@hanauer-kulturverein.de) auch ausgeliehen werden.

Museum hilft Sprachbarrieren zu überwinden

Kunst ist eine internationale Sprache, die jeder verstehen kann. Das zeigt der Besuch von 14 Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums Hessen-Homburg im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe. Die Jugendlichen im Alter von zwölf bis vierzehn Jahren stammen aus insgesamt acht verschiedenen Herkunftsländern und verfügen noch über sehr geringe Deutschkenntnisse. Gemeinsam mit Lehrerin Hatice Bullut nahm die die sogenannte "Seiteneinsteigerklasse" an verschiedenen museumspädagogischen Veranstaltungen im Schloss Philippsruhe teil.

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Den Auftakt bildete eine Führung durch das Schloss mit dem von der Kathinka-Platzhoff-Stiftung finanzierten Museumskoffer, der „PhilippsTruhe“. „Die interaktiven Inhalte und Angebote der „PhilippsTruhe“ helfen den Schülerinnen und Schülern die Hanauer Stadtgeschichte auf spielerische Weise zu erleben und das Schloss und seine Bewohner kennenzulernen“, erläutert Museumspädagogin Susanna Rizzo. „Durch den Einsatz des mobilen Museumskoffers kann die Sprachbarriere der Jugendlichen überwunden werden.“ Unter der Anleitung Rizzos schlüpften die Schülerinnen und Schüler in historische Kostüme der Neustadtbürger, lernten verschiedene alte Handwerksberufe kennen und ordneten auf einem historischen Stadtplan-Puzzle von Hanau bedeutende Orte zu.

Beim zweiten Besuch in der Museumswerkstatt war die Kreativität der Jugendlichen gefragt: Dieses Mal betätigten sie sich als professionelle Maskengestalter und gewannen einen Eindruck davon, wie es vor 150 Jahren in der Spielzeugstadt Sonneberg in Thüringen zuging. Dort war diese Art der Maskenproduktion dereinst der Broterwerb der ganzen Familie. Unter Anleitung der Museumspädagoginnen Katharina Völk und Tizia Puhane und gemeinsam mit Liliana Herzig und Uwe Wagner stellten die Mädchen und Jungen in Kaschiertechnik mit Kleister und Papier selbst Masken aus den historischen Formen her. Diese konnten nach einwöchiger Trockenzeit mit selbstgemischten Farben bemalt und gestaltet werden. Die fertigen Masken der Schülerinnen und Schüler werden bei einer Ausstellung durch Art 13 e.V. präsentiert.

Liliana Herzig, Vorsitzende des Vereins Art 13 e.V., ist Initiatorin des Projekts „Integration durch Sprache und Kultur“ und betreut mit Uwe Wagner ehrenamtlich Kinder mit Migrationshintergrund in sogenannten Seiteneinsteigerklassen. Finanziert wird die Zusammenarbeit durch den Kunstverein Art F. Seit zwei Jahren pflegen der Hanauer Kunstvereine Art 13 e.V., der durch die Sparkassenstiftung Hanau unterstützt wird und der Frankfurter Kunstverein Art F. die Kooperation mit den Städtischen Museen Hanau.

„Es ist schön, dass das Schloss als außerschulischer Lernort wahrgenommen wird und die museumspädagogischen Angebote auch bei Schulklassen so großen Anklang finden“, freut sich Dr. Katharina Bechler, Direktorin der Städtischen Museen. Sie weist darauf hin, dass alle Kurse des museumspädagogischen Teams der Hanauer Museen auch von Schulklassen oder interessierten Eltern individuell gebucht werden können.

Die „PhilippsTruhe-Führung“ zur Hanauer Stadtgeschichten ist das neue Schulprogramm des Historischen Museums Hanau Schloss Philippsruhe. Die Führung dauert eine Stunde und kann zu einem individuellen Termin Di-So von 11-18 Uhr gebucht werden. Sie ist für Klassen ab der Sekundarstufe I konzipiert und kostet pro Schulklasse 35,00 Euro inkl. Eintritt. Die Maskenwerkstatt kann auch als Kreativwerkstatt im Museum Großauheim z.B. als Kindergeburtstag oder auch für Kleingruppen bis 15 Kinder (zwei- oder vierstündig, bis zehn Kinder 60 Euro, jedes weitere Kind 5 Euro) gebucht werden.

Kontakt und Beratung: Städtische Museen Hanau Telefon 06181 / 295 1799 oder E-Mail museen@hanau.de / www.museen-hanau.de.

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Sport verbindet: Fußball-Integrationstag an der Robinsonschule

Bereits zum zweiten Mal hat in der Sporthalle der Robinsonschule ein besonderer Integrationstag stattgefunden.  Schüler und Flüchtlingskinder kickten gemeinsam unter Anleitung des DFB A-Lizenz-Trainers Jochen Bauer und des früheren Junioren-Nationalspielers Marco Di Biccari. Hervorragend unterstützt wurden sie von Wolfgang Schaffert (Vorstand/SV Wolfgang).

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Organisiert wurde dieser Kick-off Event von der Robinsonschule, der Stadt Hanau, dem SV Wolfgang und jb fairplay. Bei dem Fußball-Integrationsprojekt in Hanau ist das Ziel, die Kinder im Bereich Bildung in der Schule und im Sportsektor im Verein nachhaltig zu fördern. Ein besonderer Dank gilt der Fraport AG als Hauptsponsor, die diese spezielle Integrationsveranstaltung tatkräftig unterstützte.

Nachdem Jochen Bauer einen derartigen Integrationstag bereits in Neckarsulm, Backnang, Esslingen, Göppingen, Kornwestheim, Großsachsenheim, Stuttgart-Stammheim, Nürtingen, Rudersberg, Freiburg, Rutesheim, Bönnigheim, Reutlingen, Ostfildern, Korntal-Münchingen, Großbottwar und Murrhardt mit großem Erfolg durchgeführt hat, brachte er mit seinem Team wieder die Augen von 26 Schülern der Robinsonschule im Alter von sechs bis elf Jahren zum Strahlen. Frei nach dem Motto „Sport bzw. Fußball verbindet und überwindet alle Hindernisse“ übten die motivierten Kids einen Vormittag lang.

Vor dem Training erhielt jeder Teilnehmer ein Trikot und einen Fußball von dem Sportartikelhersteller hummel. Die Coaches Bauer und Di Biccari sorgten mit Ihrem abwechslungsreichen Trainingsprogramm für viel Spaß und Freude.

Zum Abschlussturnier besuchte der ehemalige Eintracht-Fußballprofi Ervin Skela die begeisterten Kinder. Der sympathische Fußballstar spielte selbst mit und stand danach gerne für Autogramme, Fotos und Fragen zur Verfügung.

Nach dem Training die Evonik Technology & Infrastructure GmbH eine Spende in Höhe von 1000 Euro an den SV Wolfgang für die nachhaltige Förderung der Flüchtlingskinder. Diese findet im Zuge eines wöchentlichen Trainings in Kooperation von Schule und Verein statt.