Flüchtlingsfrauen aus Afghanistan können jetzt schwimmen

Ihre Flucht nach Deutschland hat sie gelehrt, dass es sinnvoll ist, schwimmen zu können. Das sagten sich fünf aus Afghanistan gekommene Frauen. Sie belegten aus eigener Initiative im städtischen Lindenau-Bad einen Schwimmkurs. Drei von ihnen bestanden die Prüfung. Stolz stellten sie sich zusammen mit Schwimmmeisterin Beatrix Wangler nachher dem Fotografen.

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"Wir haben gerne geholfen, damit die Frauen sich im Wasser sicherer fühlen“, freut sichauch Uwe Weier, Geschäftsführer der Hanau Bäder GmbH, über den Erfolg. Den zweien, die es bisher nicht schafften, riet er in ihrem Bemühen nicht aufzugeben."

Finanziell unterstützt von Stadt Hanau undBädergesellschaft, kamen die Flüchtlingsfrauen zehnmal zum Kurs. Während des öffentlichen Badebetriebs brachte Beatrix Wangler ihnen das Schwimmen bei und überreichte die Teilnahmebescheinigungen. "Der Stolz in ihren Augen war unübersehbar“, erinnert sich Holger Roche, Leiter im Lindenau-Bad.

"Es gab von Anfang an keinerlei Berührungsängste. Hier wurde erfolgreich Integration betrieben“, zieht Geschäftsführer Weier Bilanz. „Fehlende Sprachkenntnisse waren kein Hinderungsgrund, um Schwimmen zu lernen“, fügt er hinzu. Es sei viel gelacht worden beimKurs, das Wasser habe „als verbindendes Element gewirkt“.

Für das Jahr 2017 sind weitere Schwimmkurse für Flüchtlingsfrauen vorgesehen. Dabei arbeitet die Hanau Bäder GmbH wieder mit dem städtischen Koordinationsbüro für Flüchtlinge zusammen.

Hanau, den 8. Dezember 2016