Hanauer berichtet von seinen Eindrücken auf der Insel Lesbos

Unter dem Titel „Zur Lage der Flüchtlinge und der Bevölkerung auf Lesbos“ findet am Mittwoch, 18. Mai, um 19.30 Uhr im großen Saal der Stadtpfarrei „Marie Namen“ (Dechant-Diel-Haus, Im Bangert 8) ein Vortrag statt. Der Hanauer Dr. Tobias Angert wird dabei von seinen Erfahrungen erzählen, die er im Rahmen der Übergabe zweier Rettungswagen mit einem Team des Malteser Hilfsdienstes gesammelt hat.

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Dank der Unterstützung der Deutsch-Griechischen Versammlung (DGV), der zuständigen Gouverneurin und vieler anderer konnte sich das Malteser-Team auf der Insel Lesbos in diversen Einrichtungen (UNHCR, Ärzte ohne Grenzen, Registrierungszentrum Moria, Caritas-Hellas u.v.a.) einen persönlichen Eindruck der aktuellen Lage verschaffen.

Aufgrund der Tatsache, dass allein im Jahr 2015 über 540.000 Flüchtlinge auf der Insel Lesbos angekommen sind, kann man sie als „Eingangstor zu Europa" bezeichnen. Viele der nicht nur in Hanau angekommenen Geflüchteten haben zwiespältige Erinnerungen an die Insel. Trotz der weitestgehenden Abriegelung der Grenze zur Türkei wagen immer noch Menschen den gefährlichen Seeweg über die Ägäis, um dann im überfüllten Lager Moria zu landen.

In dem Vortrag wird es einen Überblick über die bisherigen Hauptflüchtlingsrouten von der Türkei nach Griechenland und über mögliche zukünftige Wege, die zurzeit bereits von Schleppern aufgetan werden, geben. Dabei werden die neuesten Zahlen des UNHCR einen Überblick über die aktuelle Situation in Griechenland (insbesondere Idomeni und Piräus) liefern. Ein Einblick in die Arbeitsweise von Schleppern und anderen Profiteuren am Elend der Menschen rundet den mit vielen Fotos angereicherten Vortrag ab.