Sechs Kilometer langes Blumenband nach "Sportsfield Housing"

120 Fachoberschülerinnen und -schüler der Kaufmännischen Schuleund circa 90 Flüchtlinge aus der städtischen Flüchtlingsunterkunft „Sportsfield Housing“  haben am Markplatzdie Aktion „Hanau blüht“ gestartet. Ihr gemeinsames Ziel ist ein sechs Kilometer langes Blumenband zwischen Schule und Sportsfield in Wolfgang.

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Jedes Jahr machen sich Schülerinnen und Schüler Gedanken, um ein neues Projekt im Rahmen des Fachs Wirtschaft und Verwaltung, von dem Projektmanagement ein Bestandteil ist. Diesmal wollen die Jugendlichen mit der Aktion, nicht nur etwas für die Umwelt tun, sondern auch die Verbundenheit zwischen der Flüchtlingsunterkunft und den Hanauer Bürgern aufzeigen und stärken.

Stadtrat Andreas Kowol startete die Aktion mit den Worten: „Hanau ist generell schon eine naturbelassene Stadt, mit vielen Parkanlagen und Wäldern. Doch durch diese Aktion wird Hanau erblühen. Die Schülerinnen und Schüler können stolz darauf sein einen Beitrag zur biologischen Vielfalt in Hanau und zur Integration von Flüchtlingen geleistet zu haben.“ Zusammen mit ihren Schülern hatte Lehrerin Franziska Grimm die Flüchtlingsunterkunft besucht: „Wir brachten einen großen Kuchen mit und sprachen die Flüchtlinge auf unsere Aktion an und ermutigten sie mitzumachen. Die Jugendlichen tauschten Handynummern aus und koordinierten alles selbst.“ Ahmad Shdid beispielsweise war schon im April beim Begrüßungsfest im Umweltzentrum dabei. Der syrische Flüchtling aus Sportsfield steckte dort zusammen mit Stadtrat Kowol Samen in Blumentöpfe.

Das Begrüßungsfest hatten die fünf 12. Klassen der Kaufmännischen Schulen in Kooperation mit dem Umweltzentrum organisiert, damit sich Schüler und Flüchtlinge kennenlernen und vernetzten konnten. 60 Flüchtlinge nahmen daran teil. Shdid hat andere ermutigt, bei der Aktion „Hanau blüht“ mitzumachen und hat selbst ein paar Setzlinge gezogen.

In fünf bis sechs Teams je Klasse aufgeteilt bepflanzen die Schüler Abschnitte in der Stadt mit Kapuzinerkresse, Sonnen- und Ringelblumen. Im Vorfeld haben sie in Geschäften und Wohngebieten die Aktion beworben und selbst angefertigte Flyer zur Information verteilt. Viele Inhabergeführte Geschäfte zeigten Interesse an der Aktion. In den Wohngebieten stießen die Schülerinnen und Schüler ebenfalls auf Zustimmung.

Alleine hätten sie es allerdings nicht geschafft die rund 1000 Setzlinge zu ziehen. Hilfe bekamen sie hierbei von der Eugen-Kaiser Schule und der Abteilung Grünflächen des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service. Vom Gartencenter Dehner und der Gärtnerei Löwer erhielten die Jugendlichen ebenfalls Sachspenden in Form von Schaufeln, Blumenkästen und Töpfen sowie Blumenerde.

Das Projekt findet seinen Abschluss, am Donnerstag, 9. Juni, im Kulturforum Hanau. Die Schülerinnen und Schüler werden Collagen erstellen, die die blühenden Blumen zeigen. Diese stellt die Sparkasse Hanau aus.