Stadt unterstützt Betreuung von dezentral untergebrachten Flüchtlingen

Mit 72.000 Euro beteiligt sich die Stadt Hanau an den Kosten für die sozialintegrative Betreuung von dezentral untergebrachten Flüchtlingen und Asylsuchenden. Einer entsprechenden Verlängerung der Leistungsvereinbarung mit dem Diakonischen Werk Hanau und dem Caritas-Verband Main-Kinzig-Kreis hat der Magistrat bereits zugestimmt. Jetzt wurden die Verträge mit einer Laufzeit von August 2016 bis Juli 2017 von Stadtrat Axel Weiss-Thiel sowie von Caritas-Geschäftsführer Robert Flörchinger und Bernd Laukel, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Hanau, unterzeichnet.

⇲ Weiterlesen

„Mit dieser Kooperation stellen wir sicher, dass es auch künftig ein bedarfsgerechtes und auf Nachhaltigkeit ausgelegtes Angebot zur sozialintegrativen Flüchtlingsbetreuung und -beratung für die dezentral in der Stadt Hanau untergebrachten Flüchtlinge und Asylsuchende gibt“, so Weiss-Thiel. Schwerpunktthemen der räumlich beim Diakonischen Werk angesiedelten offenen Sprechstunde seien dabei die sogenannte Asylverfahrensberatung und Integrationsmaßnahmen sowie die sich daraus ergebenden Beratungs- und Betreuungsinhalte.

Wie Sozialdezernent Weiss-Thiel erläutert, ist und bleibt die Aufnahme von asylsuchenden Flüchtlingen die Stadt Hanau eine große Herausforderung. Die zentrale Unterbringung erfolge derzeit auf dem Sportsfield Housing Gelände in einer kommunalen Gemeinschaftsunterkunft. Daneben halte die Stadt aber an der Strategie fest, Flüchtlingen und Asylsuchenden so weit wie möglich Wohnraum dezentral im Hanauer Stadtgebiet anzubieten. Die Planung und Organisation liegt ebenso wie soziale Betreuung und Integration in der Verantwortung des zuständigen Fachbereichs.

Ein unverzichtbarer Baustein im Gesamtkonzept zur Integration sei dabei die kompetente Betreuung durch sozialpädagogische Fachkräfte. „Wir haben zu diesem Zweck im Sommer 2015 eine zunächst befristete die Zusammenarbeit mit der Caritas Main-Kinzig und dem Diakonischen Werk Hanau vereinbart, die sich als sehr erfolgreich und gut bewährt hat. Eine Fortsetzung ist im Interesse der Nachhaltigkeit deshalb sinnvoll.“ Beide Institutionen stellen über die mit Leistungsvereinbarung gesicherten Personalkapazitäten weitere Personalstellen aus kirchensteuerfinanzierten Eigenmitteln für die Flüchtlingssozialarbeit und -beratung zur Verfügung. Diese leisten primär sozialintegrative Netzwerkarbeit vor allem durch das Entwickeln und Vorhalten von Ehrenamtsstrukturen.