Junge Flüchtlinge lernen Verkehrsregeln und -schilder

Ein auf der Spitze stehendes Dreieck bedeutet „Vorfahrt achten“, beim Abbiegen ist ein korrektes Handzeichen notwendig, am Zebrastreifen muss auch der Radfahrer anhalten – wo sonst Grundschüler lernen, welche Regeln im Straßenverkehr zu beachten sind, haben während der Sommerferien insgesamt rund 40 unbegleitete minderjährige Asylbewerber (kurz „umA“), die in der Obhut der Stadt Hanau leben, das richtige Verhalten trainiert.

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Angeleitet von Mathias Hochheim und Dirk Fichtner vom Polizeipräsidium Südosthessen haben sich die jungen Männer jeweils in drei Kurseinheiten zunächst die Theorie erklären lassen, um anschließend auf dem Übungsplatz am Bürgerhaus Wolfgang unter dem kritischen Blick der beiden Beamten das Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Die Flüchtlinge haben das Angebot nach den Worten der beiden Polizisten sehr aufmerksam und engagiert genutzt, was wenig überraschend ist, da sie mit dem Fahrrad mobiler sind als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Trainiert haben die Fahrrad-Anfänger mit viel Spaß aber nicht nur Regeln und Gebote im Straßenverkehr, sondern auch Koordination, Gleichgewicht und Reaktionsvermögen. Dass auch das langsame Fahren eine Kunst ist, erfuhren die Kursteilnehmer beim sogenannten „Schneckenrennen“, bei dem es galt, die vorgegebene Strecke im Wettbewerb als Letzter zu beenden, ohne zwischendurch mit dem Fuß den Boden zu berühren.

Zum Abschluss erhielten alle ihre Zertifikate, die ihnen attestierten, dass sie mit Erfolg den „Fahrrad-Führerschein“ bestanden haben. Organisiert wurde die Schulung vom Fachteam „umA“ des Kommunalen Sozialen Dienstes (Jugendamt) der Stadt Hanau. Die Teilnehmer sind aktuell alle in Jugendhilfeeinrichtungen im Stadtgebiet untergebracht.