Sozialminister Grüttner lobt Hanau für die Flüchtlingsarbeit

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat den Standort der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Hanau besucht, um sich dort über die Einrichtung vor Ort zu informieren. Er zeigte sich dabei nicht nur sehr angetan von der Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe, sondern insgesamt von der guten Atmosphäre in Hanau, der fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Stadt und des bemerkenswerten Engagements der Bürgerschaft.

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„Im Namen der Hessischen Landesregierung möchte ich bei Ihnen allen hier heute sehr herzlich danken. Ohne die Landkreise, Städte und Kommunen sowie die ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Hilfsorganisationen und viele andere mehr, hätten wir die Mammutaufgabe in 2015 nicht stemmen können, allen Flüchtlingen in Hessen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Und ich danke den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Johanniter-Unfall-Hilfe für das große Engagement hier in der Einrichtung. Dass wir 2016 hessenweit sehr gut strukturiert und aufgestellt sind, hat mit dieser Gemeinschaftsleistung zu tun“, lobte Grüttner.

Der Minister stellte besonders heraus: „Wir haben mit dem Standortkonzept der Hessischen Landesregierung, das immer wieder neu analysiert und den Zugangszahlen angepasst wird, in 2016 ein flexibles Instrument entwickelt, mit dem wir sowohl auf niedrige Zugangszahlen wie auch auf eventuell wieder ansteigende Zahlen reagieren und die Menschen unterbringen können. Insgesamt befinden sind in Landeseinrichtungen derzeit 5020 Flüchtlinge. Zum Vergleich: In 2015 waren es in Hochzeiten über 26.000 Menschen.“ Grüttner erläuterte, dass sich zurzeit 508 Personen in der Unterkunft in Hanau befänden. In der vergangen Woche waren noch 270 Personen, die meisten von ihnen aus Afghanistan und Syrien, unterbracht. Durch die Modifizierung des neuen Standortkonzeptes werden in dieser Woche 380 Personen von dem künftig passiven Standort Frankfurt Neckermann am Standort Hanau erwartet. Der Standort Hanau, der seit dem 15.10.2015 in Betrieb genommen wurde, sei sehr gut auf die Aufnahme der zu verlegenden Flüchtlinge aus Frankfurt vorbereitet.

Durch die Räumlichkeiten der ehemaligen Elementary School verfügt der Standort über sehr gute Voraussetzungen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern besondere Angebote in Schulungsräumen zu unterbreiten. Dabei steht ein besonderes Angebot an Sprachkursen („Bildungsprogramm“) im Mittelpunkt. „Durch die Bildungsangebote werden die Bewohnerinnen und Bewohner auf ihren Aufenthalt in Deutschland vorbereitet, ganz besonders auch mit dem Ziel, den Weg für ihre Integration in die aufnehmenden Kommunen zu ebnen“, so der Minister. Auch die gegebenen Möglichkeiten, wie der Kinderspielplatz und die Sportanlage ermöglichen den Kindern und Jugendlichen zu spielen und Sport zu treiben.

In den letzten Monaten ist ein tragendes Netzwerk zwischen vielen beteiligten Akteuren rund um Hanau entstanden, insbesondere zwischen der Stadt Hanau und der Standortleitung. In diesem Rahmen werden die Bewohnerinnen und Bewohner des Standortes Hanau an dem Leben der Stadt beteiligt, so konnte ein gemeinsames Team „Sportfield“ aufgestellt werden, das an dem Stadtlauf Hanau am 16. September teilgenommen hat. „Von Beginn an ist es den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern Hanaus zu verdanken, dass der Standort, in Stadtnähe, eine große Akzeptanz bei der Bevölkerung gefunden hat. Dank des großen Engagements der ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger, der vielen Spenden und der großen Hilfe der Bevölkerung ist der Standort Hanau eine tragende Erstaufnahmeeinrichtung in Hessen. Der Dank gilt aber auch der Stadt, dem Landkreis, den Johannitern und hessenweit vielen Hilfsorganisationenden, den Gesundheitsämtern sowie Medizinern. Das große Engagement hier in Hanau vor Ort trägt einen wesentlichen Beitrag zur Integration der asylsuchenden Menschen bei, die Schutz und Sicherheit in Hessen suchen“, so der Minister abschließend.