Fachleute diskutieren in Hanau über Integration

Mit den künftigen Aufgaben der Integrationsarbeit befassten sich zahlreiche Vertreter aus Kommunen, Vereinen und Verbänden im Congress Park Hanau. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration richtete dort seine Regionalkonferenz im Rahmen des Landesprogramms WIR aus. Im Rahmen der Veranstaltung stellte unter anderem Hanaus Stadtrat Axel Weiss-Thiel klar, dass Integration Chefsache sei.

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Bei der Regionalkonferenz im Rahmen des Landesprogramms WIR bedankte sich der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, für das Engagement der WIR-Regionen in den vergangenen beiden Jahren und betonte, dass das Landesprogramms WIR den vielbemühten Begriff der Partizipation und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit intensiv lebe. Um der aktiven Integrationspartnerschaft zwischen Land und Kommunen nachzukommen und um bereits erzielte Erfahrungen und Ergebnisse öffentlichkeitswirksam darzustellen, fanden zwei Regionalkonferenzen statt, um so eine besonders enge lokale Vernetzung der WIR-Koordinationskräfte mit wichtigen Akteuren und Interessierten der jeweiligen Region zu gewährleisten. Die Stadt Hanau nimmt seit 2014 am Programm WIR („Wegweisende Integrationskonzepte Realisieren“) teil.

Der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung betonte, dass auf allen Seiten ein Bewusstsein dafür entstanden sei, dass integrationspolitische Veränderungsprozesse nur gemeinsam angestoßen werden können. „Diese nachhaltige Verknüpfung aller relevanten und interessierten Gruppen, Akteure und Institutionen wird auch in den nächsten Jahren eine besondere Dynamik entfalten. Dies gilt insbesondere für die Regionen, die durch das WIR-Programm erstmals eine verlässliche Struktur für die Integrationsarbeit aufbauen konnten. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Geflüchteten, die in den letzten zwei Jahren nach Hessen gekommen sind, ebenfalls von dieser Offenheit und Veränderungsbereitschaft profitieren konnten. Denn auch sie kommen in die Kommunen und sind dann Nutzerinnen und Nutzer der Angebote und Dienste. Und dies ganz unabhängig davon wie lange sie hier bleiben“, erklärte der Staatssekretär.

„Ein ganz wichtiger Aspekt unserer Integrationspolitik ist es zu verdeutlichen, dass Integration nicht nur auf die Zielgruppe der Menschen mit Migrationshintergrund beschränkt ist, sondern von allen eine enorme Veränderungsbereitschaft erfordert. Um aber diese tiefgreifenden Veränderungen, die wir für eine stärkere Zugehörigkeit aller in dieser Gesellschaft brauchen, umzusetzen, benötigen wir einen langen Atem“, ergänzte Dreiseitel.

Der Staatssekretär erklärte abschließend, dass die intensive Zusammenarbeit das Vertrauensverhältnis zwischen Land und Kommunen, aber auch zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren gestärkt worden sei. „ Wenn Veränderung erreicht und mehr Menschen die Möglichkeit der Partizipation geben werden soll, dann geschieht dies nicht von selbst und auch nicht von heute auf morgen. Es entsteht durch beharrliches Setzen von neuen Impulsen und dem konstruktiven Dialog mit verschiedensten Gruppen. Genau das ist unser Ansatz, den wir auch in den nächsten zwei Jahren intensivieren werden“, verdeutlichte Dreiseitel.