Flüchtlinge lernen kulturelle Einrichtungen der Stadt kennen

Im Rahmen des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen – Seniorenbüros unterstützen geflüchtete Menschen“ fand im Rahmen der Interkulturellen Woche eine Stadterkundung der besonderen Art statt. Bei der Umsetzung des Projektes „ die HanauBeweger – soziale Stadterkundung für geflüchtete Menschen und Engagierte” präsentierten die Patinnen und Paten Gudrun Löffler, Astrid Martin, Maria Centner, Albrecht Körbitz und Karl-Heinz Leister mehr als 75 Flüchtlingen, Familien mit Kindern und jungen Menschen aus Somalia, Eritrea, Afghanistan, Syrien, Irak und Iran kulturelle Einrichtungen in ihrer Stadt. Unterstützt wurden sie hierbei von den freiwilligen Mitarbeiterinnen des Hessischen Puppenmuseums, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Lotsen der Stadtbibliothek und den Mitarbeiterinnen der Freiwilligenagentur und Seniorenbüro.

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Die Teilnehmenden besuchten den Staatspark Wilhelmsbad mit seinem Karussell, das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum und die Stadtbibliothek im Kulturforum Hanau. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im Hessischen Puppen- und Spielzeugmuseum gaben kurze Erläuterungen und Erklärungen zu Ausstellung bevor die Kinder und Erwachsene ausströmten um alles zu erkunden.
In der Stadtbibliothek erklärten die Bibliothekslotsen die Bibliothek, erläuterten welche Sprachangebote stattfinden und wo passendes Lernmaterial in vielen verschiedenen Sprachen zu finden ist. Ein mehrsprachiges Leseangebot in den Sprachen Deutsch, Persisch und Arabisch, bei dem sich die ehrenamtliche Mitarbeiterin Beate Scholz und Mütter abwechselten, gestaltete den Aufenthalt kurzweilig.

Das Mittagessen wurde im Brückenkopf in der Wilhelmstraße eingenommen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten alles gut im Griff und das schmackhafte Essen, welches auch “Halal” war, wurde schnell und zügig serviert. Die Hanauer Straßenbahn GmbH stellte die Busse kostenfrei zur Verfügung und die beiden Fahrer Uwe Englert und sein Kollege Zvonko Smayo gaben sich Mühe lange Wege für Eltern mit Kinderwägen und Rollstuhl zu vermeiden, indem sie bequeme Halte- und Ausstiegspunkte anfuhren.

Barbara Heddendorp vom Seniorenbüro, die den Ausflug mit organisiert hat, freute sich über den gelungenen Tag: „Wenn wir die glücklichen Gesichter der Kinder und Erwachsenen sehen, die Menschen sich bei den Patinnen und Paten und bei uns bedanken, wissen wir, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Ziel sei es Menschen vielfältiger Nationen und Lebenswege in Kontakt zueinander zu bringen und ihr Ankommen in der Stadt zu unterstützen. „Wir planen auch für die Zukunft weitere gemeinsame Stadterkundungen und Ausflüge, in großen und auch kleinen Gruppen“, sagt Heddendorp. Dafür werde das Seniorenbüro sich einsetzen und Sponsoren - wie zum Beispiel die Hanauer Straßenbahn GmbH - gewinnen, die das Projekt HanauBeweger finanziell unterstützt.“

Auch Stadtrat Axel Weiss-Thiel zeigte sich mit dem Erfolg des Projekts hoch zufrieden: “Unser Ziel ist es auch für 2017 in die Förderung des Bundes aufgenommen zu werden, um auch in Zukunft gemeinsame Aktivitäten von Patinnen und Paten und geflüchteten Menschen zu unterstützen.“ Das Hanauer Seniorenbüro schaffe es immer wieder Menschen zu verbinden und zu begeistern, sich für neue Projekte zu engagieren. „Ob Hochbeete auf dem Sportsfield-Gelände, die Menschen ehrenamtlich zusammen mit den Flüchtlingen vor Ort gestalten, oder das Bemühen im nächsten Jahr zusammen mit Lichtblick, der Fachstelle Sport und den Patinnen und Paten einen Fahrradlernkurs für Frauen umzusetzen. Zusammen mit der Freiwilligenagentur ist das Seniorenbüro ein kompetenter Netzwerker vor Ort, der Menschen zusammenbringt und unterstützt.“