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Großzügige Spende ermöglicht Berufsorientierung für Flüchtlinge

Die erfolgreiche berufliche Qualifizierung und Eingliederung von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt sind essentiell für die langfristige Integration der Zugewanderten. Angesichts der hohen Zugangszahlen und der unterschiedlichen schulischen und beruflichen Vorbildung der Flüchtlinge stehen jedoch alle Beteiligten vor schwierigen Aufgaben, für die oft neue Wege gesucht werden müssen.

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Das Unternehmen „MTV Förster GmbH & Co. KG“ finanziert nun das dritte Mal in Folge mit einer hohen Spende ein berufsqualifizierendes Projekt mit dem Namen „START“, das für bis zu 15 geflüchtete Erwachsene mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit die Möglichkeit eröffnet, sich auf eine Berufstätigkeit vorzubereiten und ihre Chancen auf Ausbildung oder Beschäftigung zu verbessern.

Bei einem Treffen mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel übergaben Geschäftsführer Holger Förster und sein Team einen Scheck über 10.000 Euro für das Projekt "START3 mit Schwerpunkten in den Berufsfeldern ‚Kunstgewerbe / Design‘". "START3" schließt sich an die Projekte "START1" mit gewerblich-technischen und "START2" mit kaufmännischen Schwerpunkten an, die ebenfalls von Förster mit insgesamt 20.000 Euro unterstützt wurden. In den beiden vorausgehenden Projekten haben sich bislang für 21 Frauen und Männern im Alter von 20 bis 41 Jahren aus Somalia, Syrien, Iran, Eritrea und Afghanistan Möglichkeiten zur Beschäftigung und Ausbildung ergeben. Eine Erfolgsquote, die sich sehen lassen kann!

„Wir planen die Projektserie ‚START‘ auch in Zukunft weiter zu unterstützen", versprach Förster. „Die Integration von Flüchtlingen zählt zu unseren dringlichsten gesellschaftlichen Aufgaben und als erfolgreicher Unternehmer sehe ich mich in der Verantwortung meinen Teil beizutragen und etwas an die Gesellschaft zurückzugeben." Kaminsky und Weiss-Thiel dankten dem Spender für seine großzügige Unterstützung: „Jede Stadt kann sich glücklich schätzen, wenn sie Unternehmer und Lokalpatrioten mit sozialer Haltung und Verantwortung hat", sagte OB Kaminsky. „Ihr großes Engagement ist sehr lobenswert und ich wünschte mir, viele würden diesem guten Beispiel folgen."

Förster, der sich auch persönlich im Projekt START engagiert und viele der Teilnehmenden kennengelernt hat, betonte, dass das Engagement auch eine persönliche Bereicherung für ihn und sein Team sei: „Im Umgang mit den geflüchteten Menschen blicken wir über unseren eigenen Tellerrand und lernen andere Kulturen und Gesellschaften kennen. Das erweitert den Horizont und vergrößert das Verständnis für die Lebenssituation anderer."

Die Projektserie „START" wird von HESSENCAMPUS Hanau, unter Beteiligung der Volkshochschule Hanau und den beruflichen Schulen Ludwig-Geissler-Schule, Kaufmännischen Schulen Hanau und der Eugen-Kaiser-Schule Hanau in Kooperation mit dem Kommunalen Center für Arbeit Hanau und der Agentur für Arbeit Hanau durchgeführt. Die Projekte umfassen in jeweils 150 Unterrichtseinheiten die Vermittlung soziokultureller Themenfelder, die Förderung beruflicher Grundbildung und der Erwerb berufsadäquater sprachlicher Fähigkeiten und Handlungskompetenz. Ebenso ist eine berufspraktische Erprobung an den beruflichen Schulen Hanaus im Konzept involviert.

Das Projekt „START3" bietet ab März 2018 zwölf bis fünfzehn geflüchteten Menschen den Einstieg in die Berufe Mediengestaltung, Gestaltung für visuelles Marketing, Metallveredelung, Raumausstattung, Technisches Produktdesgin, Glasveredelung und verschiedene andere an.

Interessierte Unternehmen, die eine Ausbildung, Beschäftigung oder ein Praktikum anbieten oder sich als Sponsor engagieren möchten, können sich gerne bei der Projektleitung melden: HESSENCAMPUS Hanau, c/o Volkshochschule Hanau, Clemens Mück, clemens.mueck@hanau.de, Tel. 0162-439865.