„Menschen in Hanau“ und Kulturloge unter einem Dach

Die Initiative „Menschen in Hanau“ und der Verein Kulturloge Hanau engagieren sich dafür, dass alle Menschen in der Brüder-Grimm-Stadt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Alter, Herkunft, Behinderung oder ein schmaler Geldbeutel sollen kein Hinderungsgrund sein. Dieses gemeinsame Anliegen wird in einem Büro im „Haus am Steinheimer Tor“ lebendig.

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Im Dezember 2016 sind Lisa Uibel und Gabriele Bromboszcz als Vertreterinnen der Kulturloge eingezogen. Im Februar gesellten sich Sylvie Janka und Karin Clemens von „Menschen in Hanau“ dazu. Von dem freundlichen Miteinander überzeugten sich Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck.Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überreichte bei ihrem Besuch einen Scheck im Wert von 2.000 Euro für die Kulturloge, denn „Kultur hat die Kraft zu verbinden und zu integrieren. Umso wichtiger ist es, dass wir allen Frauen, Männern und Kindern den Zugang erleichtern.“

Die Initiative „Menschen in Hanau“ hat sich im Rahmen eines städtischen Inklusionsprojekts im Sommer 2016 entwickelt. Die rund 20 Akteurinnen und Akteure machen mit Aktionen auf Barrieren aufmerksam, die Menschen mit Beeinträchtigungen ein selbstbestimmtes Leben erschweren. Das barrierefrei erreichbare Büro ist Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger, denen das Thema Inklusion am Herzen liegt. Karin Clemens ist dienstags von 15 bis 17 Uhr anwesend (06181 5073-277; karin.clemens@menschen-in-hanau.de), Sylvie Janka unter der selben Nummer mittwochs von 9 bis 17 Uhr (sylvie.janka@menschen-in-hanau.de).

Lisa Uibel und Gabriele Bromboszcz sind die Seele der Kulturloge. Sie vermitteln freie Kartenkontingente für Kultur - und Sportveranstaltungen an einkommensschwache Hanauerinnen und Hanauer. Hartz IV-Empfänger, Arbeitslose, Senioren mit Grundsicherung, Alleinerziehende und Familien mit kleinem Einkommen aber auch Flüchtlinge können sich über Flyer bei sozialen Einrichtungen melden und ankreuzen, welche Kultursparte sie am liebsten besuchen möchten. Hat die Kulturloge nicht verkaufte Karten zu vergeben, werden die Interessierten angerufen. Die Karten werden dann auf ihre Namen an der Kasse hinterlegt.

Für die Kulturloge Hanau stellt das Büro im Haus am Steinheimer Tor die Nahtstelle zwischen den 16 Veranstaltern, die Karten anbieten, den 45 Sozialpartnern, bei denen man sich anmelden kann und den Menschen dar. Bislang sind 75 Kulturinteressierte registriert, davon 37 Kinder und 38 Erwachsene. Seit Februar wurden 72 Karten an 36 Personen vergeben. Die vermittelten Kulturgäste kamen mit Anmeldungen des Diakonischen Werks Hanau, des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis und der Stiftung Lichtblick der Evangelischen Marienkirchengemeinde Hanau zur Kulturloge.

Lisa Uibel und Gabriele Bromboszcz bieten in dem Büro keine Beratung an. Wer sich näher über die Kulturloge informieren möchte, kann sich bei der Stadt Hanau an Wolfgang Kischel wenden (wolfgang.kischel@hanau.de, 06181/295-969) oder im Internet unter www.kulturloge-hanau.de.