Heraeus bietet erneut Informationstag für Flüchtlinge an

Heraeus hat zum zweiten Mal einen Informationstag für Flüchtlinge, der über Ausbildungsgänge des Unternehmens informierte.

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Bereits zum zweiten Mal empfing die Heraeus Ausbildung zahlreiche Flüchtlinge im Werk in Hanau, um den Teilnehmern Einblicke in die technisch orientierten Ausbildungsbereiche Chemie, Metall, Mechatronik, IT und Glasbearbeitung zu ermöglichen. Insgesamt 41 junge Menschen im Alter von 16 bis 22 Jahren und ihre Lehrer besuchten das das Technologieunternehmen.

Neben allgemeinen Informationen zum dualen Ausbildungssystem in Deutschland sammelten die Besucherpraktische Erfahrungen an interaktiven Mitmach-Stationen. So stellten sie im Metall- und Mechatronik-Bereich ihre technischen Fähigkeiten unter Beweis, indem sie ihren Namen auf einen Schlüsselanhänger gravierten. Im IT-Bereich konnten die Teilnehmer mehr über Additive Fertigung lernen und eine VR-Brille ausprobieren. In der Chemie wurde unter anderem der pH-Wert von Getränken gemessen. Besonderes Interesse weckte auch die Glasbearbeitung. Hier wurde Glas an einer heißen Flamme bearbeitet und verformt.

„Uns ist es wichtig, den Flüchtlingen in unserer Stadt einen Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe und das deutsche Ausbildungssystem an sich zu ermöglichen. So können sie sich frühzeitig über mögliche Berufe informieren“, sagt Karin Saar, Leiterin der Ausbildung bei Heraeus. „Durch unsere Mitmach-Stationen konnten sie selbst Hand anlegen und sehen, welche Arbeiten ihnen liegen.“

Nach dem Informationstag können Lehrer besonders interessierte Schüler für ein Praktikum bei Heraeus empfehlen. Im nächsten Schritt bietet Heraeus bei entsprechender Eignung und ausreichenden Sprachkenntnissen auch Ausbildungsplätze an. Aktuell absolvieren sechs Flüchtlinge in verschiedenen Berufen ihre Ausbildung bei Heraeus

Der zweite Informationstag für Flüchtlinge wurde gemeinsam mit dem Koordinationsbüro der Stadt Hanau und der VHS Hanau geplant und umgesetzt. Die Teilnehmer, die schwerpunktmäßig aus Afghanistan, Syrien und Ostafrika nach Deutschland gekommen sind, wurden aus den INTEA-Klassen der Ludwig-Geissler-Schule und der Eugen-Kaiser-Schule ausgewählt und von ihren Lehrkräften begleitet.