Schülerinnen erhalten Zonta-Preis für ihr Engagement

Der Zonta-Club Hanau hat zum zehnten Mal den Young Women in Public Affairs Award (YWPAA) verliehen. Mit diesem Preis werden junge Frauen im Alter von 16 bis 19 Jahren geehrt, die sich durch besonderes ehrenamtliches Engagement im schulischen wie auch privaten Bereich auszeichnen.

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Im WaschWerk der Lebensgestaltung e.V. an der Nordstraße trafen sich jetzt neben den Zonta-Mitgliedern auch zahlreiche Unterstützer und Sponsoren des Clubs sowie eine Vielzahl geladener Gäste. Die Stars des Abends waren aber zwei Schülerinnen aus Bruchköbel und Maintal, die sich „über alle Maßen sozial engagieren“, wie Andrea Güthge, frisch ernannte Präsidentin des Zonta-Clubs Hanau, lobte. „Wir wollen mit der Verleihung dieses Förderpreises junge Frauen für ihre ehren-amtliche Arbeit auszeichnen und gleichzeitig motivieren, sich künftig im öffentlichen Leben, der Politik und gemeinnützigen Organisationen einzusetzen“, sagt Güthge.

So könne auch das Bestreben von Zonta, eines Serviceclubs berufstätiger Frauen in Führungspositionen, die sich für die Verbesserung der Stellung der Frau in rechtlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht einsetzen, vorangetrieben werden. Dazu unterstützt der Hanauer Club mit verschiedenen Aktionen örtliche, nationale und internationale Hilfsprojekte.

Den ersten Preis, der mit 500 Euro dotiert ist, erhält die 17-jährige Berit Abraham aus Bruchköbel. Die Abiturientin der Karl-Rehbein-Schule ist Mitglied in der Arbeitsgruppe Asylcourage, in der sie junge Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt. Sie ist aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Jakobusgemeinde in Bruchköbel und sorgt beim DLRG für die Sicherheit der Badegäste im Bärensee. Berit Abraham geht im Sommer für neun Monate nach England, wo sie im Team eines christlichen Gästehauses arbeiten wird.

Der mit 250 Euro dotierte zweite Preis geht an Sophia Gerson. Die 18-Jährige aus Maintal ist Mediatorin am Franziskaner-Gymnasium Kreuzburg, leitet hier unterschiedliche Workshops und betreut an den Familienwochenenden der Schule die anwesenden Kinder. Sie ist im Karnevalsverein engagiert und leistet Kinder- und Jugendarbeit in der evangelischen Kirchengemeinde in Maintal. Die junge Frau legt nach dem Abitur ein freiwilliges pastorales Jahr ein und möchte anschließend Theologie studieren.

Beide Preisträgerinnen stellten sich und ihre Aktivitäten persönlich vor und hinterließen bei allen Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck. So auch bei der Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck: „Ich bin ganz begeistert von diesen beiden engagierten jungen Damen. Sie werden beide ihren Weg gehen und künftig sicherlich noch viel Verantwortung in unserer Gesellschaft übernehmen.“

Funck betonte, dass der „Young Women in Public Affairs Award” wichtig sei, weil er das Engagement junger Frauen für alle sichtbar mache. Er solle Impulse geben und gutes Beispiel für andere sein. Schließlich müsse weiter an der Stellung der Frauen in der Gesellschaft gearbeitet werden: „Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht. Aber eben nur darum, weil die Frauen nie locker gelassen und sich ihre Rechte sukzessive erkämpft haben.“ Dieser Kampf müsse weitergehen, bis eine 100-prozentige Gleichstellung der Geschlechter gegeben sei.