Kaminsky und Weiss-Thiel danken Ärzten vom sozial-ärztlichen Flüchtlingsdienst

Seit Anfang 2016 bis heute waren die Ärzte Dr. Andreas Müller, Gerd Schäffer und Dr. Sabine Laber-Szillat ehrenamtlich für die Flüchtlinge in der kommunalen Unterkunft in Sportsfield Housing aktiv. Zweimal wöchentlich boten sie im Rahmen des sozial-ärztlichen Dienstes vor Ort Sprechstunden für die Menschen an, die dort dankbar angenommen wurden. Jetzt, da die Flüchtlinge in der kommunalen Unterkunft fast alle über eine eigene Krankenversicherungskarte verfügen und der Zustrom von Menschen nachgelassen hat, wurde der Dienst eingestellt.

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Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel nahmen das zum Anlass den engagierten Medizinern bei einem Treffen im Rathaus, bei dem Dr. Laber-Szillat leider verhindert war, ihren persönlichen Dank zu übermitteln: „Sie haben großartige Arbeit geleistet und viele Stunden ihrer Zeit geopfert“, sagte der OB. In einer schwierigen Zeit, die nur mit der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer zu bewältigen gewesen sei, hätten die drei Haltung gezeigt und gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Dafür gebührt ihnen große Ehre“, so Kaminsky. „Sie haben den Menschen, die auf Sportsfield lebten und leben einen großen Dienst erwiesen!“, fügte Weiss-Thiel hinzu.

Schäffer, der trotz seiner beachtlichen 88 Jahre noch regelmäßig seinem Kollegen Müller in den Sprechstunden assistierte bekennt, dass er den Dienst auf Sportsfield mit ein wenig Wehmut einstellt: „Viele Flüchtlinge waren froh, dass sie vor Ort einen Ansprechpartner für ihre medizinischen Probleme hatten , denn sie waren ja fremd hier und kannten sich gar nicht aus“, berichtet er. „Wir hatten auch viel mit Sprachproblemen zu kämpfen, denn unsere Patienten sprachen viele verschiedene Sprachen, aber meist wenig deutsch“, erinnert sich der erfahrene Mediziner. Die Verständigung habe mit Händen und Füßen und Brocken von Englisch sowie der Hilfe von Übersetzern stattgefunden, erzählt er. „Manche haben auch ihre Kinder, die in die deutsche Schule gingen und dort die Sprache lernten, als Übersetzer mitgebracht!“ Insgesamt sei der sozial-medizinische Dienst für ihn eine sehr positive Erfahrung gewesen, sagte Schäffer.

Kaminsky und Weiss-Thiel überreichten den Gästen kleine Geschenke zum Dank und Blumen für Dr. Laber-Szillat, die vertretungsweise von Claudia Schäffer, der Ehefrau von Gerd Schäffer, entgegengenommen wurden. „Es ist schön zu wissen, dass es in Krisenzeiten Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren und auf die man sich verlassen kann“, stellten der Oberbürgermeister und sein Vertreter fest.