Projekt "Ankunftsstadt Hanau" stellt sich beim Freundschaftsfest vor

In Hanau wird derzeit ein integriertes Handlungskonzept für die Flüchtlingsansiedelung erstellt, das als Grundlage dienen soll, die Stadt als „Ankunftsort“ weiterzuentwickeln. Das Augenmerk liegt dabei vor allem auf der Gruppe der Geflüchteten. Auch die vorhandenen Konversionspotenziale der Stadt Hanau sollen im Konzept berücksichtigt werden. Erstellt wird das Konzept von der NH ProjektStadt aus Frankfurt. Haben Sie Kontakt zu Geflüchteten? Und sind Sie vielleicht sogar selbst zugewandert? Was hat Ihnen damals dabei geholfen in Hanau anzukommen? Am 19. August beim 30. Internationalen Freundschaftsfest sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen sich am Projektstand mit Ihren Fragen, Anregungen und Ideen an der Konzepterstellung zu beteiligen.

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Der Begriff der Ankunftsstadt geht unter anderem auf den britisch-kanadischen Journalisten und Autor Doug Saunders und sein 2011 erschienenes Buch „Arrival City: How the largest Migration in History is Reshaping our World“ zurück. Eine seiner Kernaussagen ist, dass Migration in einer engen Beziehung zur gesteigerten Urbanisierung und Diversität der Städte steht. Saunders selber meint mit "arrival cities“ jene Stadtviertel, in denen sich Zuwanderer in einer Stadt zunächst niederlassen. Inzwischen gibt es jedoch auch Städte, die sich im Ganzen als „arrival cities“ begreifen. Entscheidend ist es, Strukturen und Bedingungen zu schaffen, die es Zuwanderern schnell ermöglichen, Teil der Stadtgesellschaft zu werden, anzukommen und sozial aufzusteigen.

Erste Schritte bei der Ausarbeitung des Konzeptes sind eine gesamtstädtische Analyse, die Untersuchung von Konversionspotenzialen und die Weiterentwicklung lokaler Netzwerke. In allen Schritten spielt die Einbeziehung der Hanauer Akteure aus der Verwaltung und Wirtschaft, aber auch der Bürger- und Bürgerinnen als Experten und Expertinnen eine entscheidende Rolle.

Der erste Schritt wurde am 06.06.2017 im Rahmen eines Verwaltungsworkshops durchgeführt. Am 30. Internationalen Freundschaftsfest sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen sich am Projektstand zu informieren und sich mit Ihren Ideen, ggf. auch mit ihrer eigenen Zuwanderungserfahrung, an der Konzepterstellung zu beteiligen.