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Seniorenbüro organisiert Kunst-Projekt für Geflüchtete

Kunst ohne Grenzen – unter diesem Motto steht ein kreatives Projekt, das im Rahmen des Bundesprojektes „Alt für Jung Patenschaften - Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“ gerade in Hanau begonnen hat. Das Projekt greift auf, dass sich in vielen Gesprächen immer wieder herausgestellt hat, dass viele Frauen unter der Geflüchteten in ihrer Heimat gemalt und gezeichnet haben, eigene Schnitte für Kleidung entwerfen können oder das kunstvolle Handwerk der Kalligrafie beherrschen.

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Mit dem neuen Angebot soll dieses kreative Potential die Chance zur Entfaltung bekommen. „Uns liegt es am Herzen, mit dem Projekt ‚Kunst ohne Grenzen‘ ein Angebot für Frauen zu schaffen, das ihnen die Möglichkeit gibt, sich künstlerisch-visuell auszudrücken“, beschreibt Barbara Heddendorp vom Seniorenbüro Hanau die Zielsetzung. Zudem kommen die Frauen aus ganz unterschiedlichen Herkunftsländern über das gemeinsame Malen, Zeichnen und Gestalten ins Gespräch, lernen sich kennen und neue Kontakte können entstehen. Daneben hoffen die Veranstalterinnen, dass die teilnehmenden Frauen ihre Erfahrungen und ihre Fertigkeiten auch selbst an Menschen weitergeben können und eigene Angebote beispielsweise in der Unterkunft auf Sportsfield Housing organisieren können.

Für das Projekt wurde mit Martina Roth eine erfahrene Kunsttherapeutin gewonnen, die auch bei der Anmietung eines Kunstraumes im Brockenhaus unterstützen konnte. Zum ersten Termin kamen fünf Frauen aus der Türkei, Iran und Afghanistan sowie die engagierten Patinnen Renate Schwalenberg-Leister und Silvia Kleinschmitt, die auch den Fahrdienst zum Veranstaltungsort in das Brockenhaus Hanau organisiert hatten. Im Mittelpunkt des ersten Abends stand die Aufgabe, einen persönlichen Wunsch darzustellen. In Form einer Collage, die aus Zeitungsannoncen kombiniert mit Farben erstellt wurde, entstanden die ersten Kunstwerke. Im Anschluss gab es eine Bildbesprechung, und die Frauen berichteten von ihren Wünschen.

Weitere Gruppen werden folgen, die ebenfalls jeweils an drei Abendterminen von der Kunsttherapeutin begleitet werden. Finanziert wird das Projekt zur Zeit über Zuschüsse aus dem Bundesprojekt „Menschen stärken Menschen“ und über Mittel des Qualifizierungsprogrammes der Freiwilligenagentur.