Projekt "Ankunftsstadt" stellt sich vor

„Was macht Hanau zu einer Ankunftsstadt?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Infostands auf dem Internationalen Freundschaftsfest im Garten des Olof-Palme-Hauses.  Die Stadt Hanau und die NH ProjektStadt stellten dabei das Projekt „Ankunftsstadt Hanau. Quartiere gemeinsam gestalten“ vor, mit dem sie als einer von zehn Standorten in Deutschland in das Förderprogramm „Stadtentwicklung und Integration“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik aufgenommen worden sind.

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Im Rahmen des Förderprogramms werden beispielhafte Projekte gesucht, die sich strategisch mit der Integration von Zugewanderten als zukunftsweisende Aufgabe für die integrierte Stadtentwicklung befassen. Das Projekt läuft drei Jahre lang. Mit dem Begriff „Ankunftsstadt“ sind jene Stadtviertel gemeint, in denen sich Zugewanderte in einer Stadt zunächst niederlassen. Entscheidend ist es, Strukturen und Bedingungen zu schaffen, die es Zugewanderten schnell ermöglichen, Teil der Stadtgesellschaft zu werden und sozial aufzusteigen.

Die Stadt Hanau möchte dieses Ziel mit der Erstellung eines integrierten Handlungskonzeptes unterstützen. In Zusammenarbeit mit der NH ProjektStadt entwickelt sie ein Konzept, das als bundesweites Pilotkonzept auch Vorbild für andere Kommunen sein soll. Im Hinblick auf die derzeitige Situation in Hanau liegt das Augenmerk vor allem auf dem Sportsfield-Areal und den dort lebenden Geflüchteten. Eine erfolgreiche Weiterentwicklung von Ankunftsorten setzt aber auch voraus, dass die Bedarfe der Gesamtstadt sowie der schon lange in Hanau lebenden Bevölkerung Berücksichtigung finden.

Beim Freundschaftsfest des Ausländerbeirates stand deshalb der Austausch im Vordergrund. Das Interesse an dem Projekt war bei allen Altersgruppen groß, und viele Personen berichteten, aus welchen Gründen sie nach Hanau kamen und wie sie hier eine (neue) Heimat gefunden haben. Auf einer Karte konnten alle ihren Wohnort und ihre Herkunftsort festhalten.

Mit einem Videodreh und einer Postkarten-Befragung wurden außerdem viele persönliche Meinungen festgehalten, was eine Ankunftsstadt ausmacht, was sich Menschen konkret wünschen und wie Integration gelingen kann. Aus der Bevölkerung und auch von verschiedenen lokalen Akteuren, etwa der Stadtverwaltung und Politik, der Polizei oder der Vereine und Ehrenamtlichen wurde ein positives Bild für Hanau als offene Stadt gezeichnet, die gezielt an der Integration arbeite. Fotos: Marc Strohfeldt