Die Theatergruppe des Bürgervereins Soziales Erlensee tritt am 27. September im Kulturforum Hanau auf.

Die Theatergruppe des Bürgervereins Soziales Erlensee tritt am 27. September im Kulturforum Hanau auf.

Die Vielfalt der Kulturen dokumentieren

Eine vielfältige Gesellschaft sei in Hanau schon lange gelebte Realität, das Bemühen um ein friedliches Miteinander Konsens in der Stadtgesellschaft, betont Bürgermeister Axel Weiss-Thiel. „Die interkulturelle Woche trägt dazu bei, dieses Wir-Gefühl zu festigen und weiterzuentwickeln.“ Mehr als 16 Vereine, Initiativen, Kirchengemeinden und Institutionen organisieren vom 20. bis 30. September ein buntes Programm unter dem Motto „Hanau lebt Vielfalt“.

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In der interkulturellen Woche bieten sich viele Gelegenheiten, über gesellschaftliche, politische und religiöse Themen ins Gespräch zu kommen. „In Begegnungen, sei es beim Fotografieren, Essen, Spielen, Tanzen, Musizieren oder Diskutieren, .können sich Menschen kennen und verstehen lernen und mögliche Vorurteile sogar abbauen“, so Axel Weiss-Thiel. „Vielfalt bereichert nicht nur das Programm der interkulturellen Woche, sondern unsere Stadtgesellschaft als Ganzes. Vielfalt muss aber auch aktiv gestaltet werden, damit sie positiv wirken kann!“ Das Engagement der Veranstalter, viele davon aus dem ehrenamtlichen Bereich, zeige „wie wichtig unseren Bürgerinnen und Bürgern bei aller Verschiedenheit der Austausch zwischen den Kulturen ist“.

Unter dem Motto „Wir sind Hanau“ wird am 20. September, um 18.30 Uhr eine Fotoausstellung der Initiative „Menschen in Hanau“ in der Sparkasse Hanau eröffnet. Die Gruppe, die sich im Rahmen des städtischen Modellprojekts Inklusion gegründet hat, schöpft dafür aus den Aufnahmen, die bei der Fotoaktion im November 2016 im Neustädter Rathaus entstanden sind. „Menschen in Hanau“ sind auch die Organisatoren eines dreiteiligen Foto-Workshops“ (21., 24. und 25. September). Junge Leute sind aufgerufen, gemeinsam mit der Gruppe ihre Lieblingsorte in Hanau zu fotografieren. Ziel ist, daraus einen Foto-Kalender zu gestalten.

Die Stadtbibliothek bittet vom 24. bis 30. September um internationale „Wortgeschenke“ - Redensarten, die in der Familie oft gesagt wurden. Diese Sätze sollten in der Muttersprache geschrieben und möglichst ins Deutsche übersetzt werden. Mitarbeitende der Stadtbibliothek helfen dabei. Die Wortgeschenke werden während der Interkulturellen Woche vor Ort ausgestellt.

Zu einem internationalen Mitbring-Brunch lädt das Team des Mehrgenerationenhauses Fallbach für den 24. September, 11 bis 14 Uhr, ein. Durch den „Dschungel der Institutionen“ führt die Familienbildung der Stiftung Lichtblick am 25. September. In einem Workshop (9.30 bis 12.30 Uhr) sind vor allem Migrantinnen eingeladen, sich über die Erfahrungen im Umgang mit Behörden in ihren Herkunftsländern und Erwartungen an deutsche Institutionen auszutauschen.

Katholische und muslimische Frauen im Lamboy wollen am 26. September, 10.30 bis 12.30 Uhr, im Nachbarschaftshaus Lamboy Tümpelgarten zur religiösen Verständigung beitragen. Bei Kaffee, Tee und Kuchen reden sie am Beispiel Abrahams über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen. „Braucht der Islam eine Reformation?“ Die Ahmadiyya Jugend Hanau lädt für den 27. September, 18 Uhr, in die Bait ul Whaid Mosche ein, um mit Muslimen und anderen Interessierten Antworten auf diese Frage zu finden. Zu einer kritischen Auseinandersetzung über Essgewohnheiten, Konsumverhalten und die kulturelle Unterschiede laden die katholische und evangelische Kirche für den 27. September, 19 bis 21 Uhr, in das Pfarrheim Heilig Geist ein. Impulse für die Diskussion geben Pfarrer Helmut Törner-Roos, Beauftragter für den kirchlichen Entwicklungsdienst der evangelischen Kirchen in Hessen und ein Vertreter der katholischen Landjugendbewegung Fulda.

Mit dem Theaterstück „Verkehrte Welt“ ist der Bürgerverein Soziales Erlensee am 27. September, 19.30 Uhr, im Kulturforum Hanau zu Gast. Geflüchtete Kinder und Jugendliche verarbeiten dabei ihre Fluchterfahrungen. Die Aufführung ist Teil des Bundesprojekts „Kultur macht stark“. Mit Spielen aus aller Welt vergnügen sich Eltern und Kinder am 28. September, 15 bis 17 Uhr, beim Verein Sprungbrett im Lamboy. Veranstalterinnen sind die Stadtteilmütter. Internationale kulinarische Begegnungen finden am 29. September, 14 bis 17 Uhr, im Lamboypark statt. Den Begegnungsnachmittag gestalten Frauen aus der Gartengruppe des Lamboyladens, der Pfarrei Heilig Geist und dem Lamboypark.

Afghanische Rapper und Hip Hopper, die Gruppe JJAZ, eine Flüchtlings Big Band, syrische Flüchtlinge und eine interkulturelle Trommelgruppe treten am 29. September, 18 Uhr, im Jugendbildungs- und Kulturzentrum Hans Böckler auf. Ein afrikanischer Trommelworkshop der Volkshochschule findet am 30. September, 13 bis 16 Uhr, in der Tümpelgartenschule am Ulanenplatz statt. Der Film „Herzstein“ wird am 29. September, 20 Uhr, im Kulturforum im Rahmen der „Queerfilmnacht“ gezeigt. Queer ist ein Verein, der gleichgeschlechtlich lebende Menschen vertritt.

Mit einem Kulturfest in der Lindenauhalle am 30. September, 19 Uhr, endet die interkulturelle Woche. Der Kultur- und Sportverein Bosnien Herzegowina bietet Musik, Tanz und Gesang aus verschiedenen Kulturen. Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Nationen aus der Lindenausschule Großauheim beteiligen sich mit einer Performance an dem Fest. „Verwirrung - Entwirrung - Entwicklung" ist ein Gemeinschaftsprojekt aus den Fachbereichen Sport, Darstellendes Spiel und Deutsch.

Nähere Informationen zum Programm der interkulturellen Woche in Hanau gibt es hier: [www.interkulturelle-woche.hanau.de]1