Erfahrungswerkstatt in Hanau

Teil des Förderprogramms „Stadtentwicklung und Migration“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ist auch ein Austausch zwischen den zehn ausgewählten Projekten. Gelegenheit dazu bot am 18. Und 19. Mai 2017 eine erste Erfahrungswerkstatt unter der Fragestellung „Wie verändert Migration die Stadtentwicklung?“, die auf Einladung der Initiative Nationale Stadtentwicklungspolitik im Brockenhaus in Hanau stattfand.  Die rund 30 Teilnehmer der Werkstatt wurden hier zunächst von Tilman Buchholz vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie von Stephan Willinger und Lars Wiesemann vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung begrüßt. Danach hießen auch Martin Bieberle, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt und Marion Schmitz-Stadtfeld von der NH ProjektStadt die Gäste in Hanau willkommen. Bieberle betonte bei dieser Begrüßung, wie sehr man sich bei der Stadt freue, dass Hanau zum ersten Mal Projektstandort der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ist. Außerdem verwies er auf die zahlreichen Erfahrungen, die Hanau bereits mit den Themen Migration und Integration hat. Die aktuelle Situation der Stadt wurde anschließend in einer Präsentation zu dem Projekt „Ankunftsstadt Hanau“ näher beleuchtet. Im Verlauf der beiden Veranstaltungstage stellten auch die neun weiteren Teilnehmer ihre Projekte vor. Neben Hanau sind die Städte Kaiserslautern („Integration findet Stadt“), Leipzig („Integration durch Initiativmanagement“), Tübingen („Nachbarschaft und Vielfalt: Strategische Wohnraumentwicklung für Geflüchtete“), Saarbrücken („PatchWorkCity – Saarbrücken entwickelt Vielfalt“), Osnabrück („Gestalte deine Stadt. Osnabrücks Zukunft kennt keine Herkunft“), Pegnitz („Daheim in Pegnitz!“) und Bocholt („Vernetzung gestalten in Bocholt“) in das Förderprogramm aufgenommen worden.  Gefördert werden außerdem auch die Projekte „Integration und Qualifikation von Migranten in Fachwerkstädten“ der Fachwerktriennale 2019 und „Arrival StadtLand Thüringen“ der IBA Thüringen. Die Präsentationen machten schnell die Diversität und Brandbreite der Projekte deutlich. Sie sind nicht nur über das gesamte Bundesgebiet verteilt, sondern unterscheiden sich auch sehr in der Größe der Projektgebiete und den Ansätzen. Dennoch zeigten sich bei diesem ersten Kennenlernen auch schnell Gemeinsamkeiten. Außerdem bot die Erfahrungswerkstatt den Raum, über allgemeine Themen zu diskutieren. So zum Beispiel über die Fragen, welche Anforderungen die Ankunftsstadt an ihre Verwaltung stellt und auf welche Weisen man einen Dialog mit der Stadtgesellschaft gestalten kann.

Zur Seite der Nationalen Stadtentwicklungspolitik

Zur Presse