⇲ Ich kann eine Wohnung/ein Haus zur Verfügung stellen - wo kann ich mich melden?

Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine Wohnung an Flüchtlinge zu vermieten oder Flüchtlinge bei sich aufzunehmen, wenden Sie sich bitte direkt an das Amt für Wohnhilfe, sozial-wohnhilfen@hanau.de oder 06181/295-1928 oder -340.

⇲ Nehmen uns die Flüchtlinge nicht Wohnraum weg?

Auch wenn vorübergehend evtl. eine größere Nachfrage nach Wohnraum entstehen wird, werden überall zusätzliche Wohnhäuser gebaut werden. Speziell in Hanau werden die Pläne für eine Zukunft als Wohnstandort weiter verfolgt. Im Rahmen der Konversion sollen zum Beispiel in den Gebäuden der Pioneer-Kaserne und im Triangle Housing Wohnungen für rund 3000 Hanauer entstehen. Als eine von zehn Kommunen bundesweit ist die Stadt Hanau zudem in das das Förderprogramm „Stadtentwicklung und Migration“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik aufgenommen worden. Hier sollen Konzepte entwickelt werden, wie die Bedürfnisse von Migranten bei der Stadtentwicklung berücksichtigt werden können.


⇲ Warum werden die Sportsfield-Gebäude nicht als Wohnungen für Deutsche genutzt?

Sportsfield-Housing besteht aus einem von der US-Army zur Unterbringung von Armeeangehörigen genutzten Komplex aus 22 Wohngebäuden. Südlich dieses Geländes liegt eine große Reifenfabrik der Firma Goodyear Dunlop Tires GmbH. Die Umgebung des Gebiets ist im Übrigen geprägt durch Verkehrsachsen des Straßen- und Schienenverkehrs sowie weitere Gewerbebetriebe.

Die Stadt Hanau hat sowohl in rechtlicher als auch in technischer Hinsicht eine Überplanung der Sportsfield-Housing mit dem Ziel der Ausweisung eines Wohngebietes intensiv geprüft. Denn auch für die Stadt Hanau hatte der Erhalt des Gebäudebestandes und die Schaffung einer planungsrechtlichen Grundlage für deren fortgesetzte Nutzung Priorität.

In rechtlicher Hinsicht stößt eine Bauleitplanung mit der Festsetzung eines Wohngebietes angesichts der Immissionsbelastung aber auf im Status quo unüberwindbare Hürden.

Die Richtwerte der Geruchsimmissionsrichtlinie (GIRL) sind rechtlich zwar keine absolut verbindlichen Grenzwerte, jedoch Abwägungsdirektiven für die Bauleitplanung. Rechtlich würde die Ausweisung eines Wohngebietes hier wie die Überplanung einer bisher für Wohnbebauung nicht genutzten Fläche gewertet, also eine Konfliktsituation an den bestehenden Gewerbebetrieb mit über 2000 Arbeitsplätzen herangeplant.

Die Stadt sieht sich nicht nur durch die Bedenken des Regierungspräsidiums, sondern auch aufgrund der eigenen Einschätzung der Rechtslage gehindert, im Bereich der Sportsfield-Housing eine Wohnbebauung zu forcieren.

Eigentümerin der Fläche ist nach wie vor die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.