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Hanauer Integrationsbüro vom Bund ausgezeichnet

Großes Lob für die Integrationsarbeit der Stadt Hanau: Das "Integrationsbüro für Kinder und Jugendliche" ist vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ausgezeichnet worden. Bürgermeister Axel Weiss-Thiel nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Andreas Jäger in Berlin von Staatssekretär Dr. Markus Kerber entgegen. "Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung, denn sie zeigt, dass wir mit unseren Konzepten den richtigen Weg verfolgen", sagt Weiss-Thiel, der neben einer Urkunde auch einen Prämie in Höhe von 10.000 Euro in Empfang nehmen konnte.

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Mehr als 140 Kommunen hatten sich beim Bundeswettbewerb "Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten" beworben, 21 davon wurden für ihre vorbildlichen Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und der Förderung des Zusammenlebens vor Ort ausgezeichnet. Der erstmals ausgelobte Wettbewerb soll zur Nachahmung guter Praxis anregen und die in der kommunalen Integrationsarbeit Tätigen in ihrer Arbeit ermutigen und stärken. Die Stadt Hanau hatte sich mit dem vor gut einem Jahr ins Leben gerufenen "Integrationsbüro für Kinder und Jugendliche" beworben. Ziel dieses Projekts ist es, Kindern mit Migrationshintergrund den Zugang zu Vereinen und ihren Angeboten zu erleichtern. "Sport und Vereinsleben sind der ideale Einstieg in die städtische Gesellschaft und helfen so ungemein, die Integration zu fördern", sagt Weiss-Thiel. Mehr als 100 Kinder haben der für das Projekt zuständige WIR-Fallmanager Andreas Jäger und sein Team aus Haupt- und Ehrenamtlern bereits in Hanauer Vereine vermitteln können. "Wir haben festgestellt, dass es viele Angebote von Vereinen und Institutionen gibt, Flüchtlinge und Migranten diese aber oftmals nicht finden", beschreibt Jäger die Ausgangslage. Gerade die Vereine seien aber ein Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und damit zur Integration. Somit profitierten am Ende alle davon, wenn es eine zielgerechte Vermittlung in diesem Bereich gäbe. In den regelmäßigen Sprechstunden, die mittwochs von 13 bis 15 Uhr in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge auf Sportsfield Housing und montags von 16 bis 18 Uhr im Kulturforum stattfinden, können sich Migranten und Flüchtlinge über die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung beraten lassen. Ob Hausaufgabenhilfe, ein Instrument lernen oder einer Sportart nachgehen – in den Sprechstunden werden die passenden Anlaufstellen aufgezeigt und der Kontakt hergestellt. Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft und Praxis bewertete das Hanauer Integrationsbüro im Rahmen des Bundeswettbewerbs als "bemerkenswertes Einzelprojekt", das mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro belohnt wurde. Mehr als 140 Beiträge waren zuvor bei dem vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) inhaltlich und organisatorisch betreuten und von den kommunalen Spitzenverbänden und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützten Wettbewerb eingereicht worden. Diese hohe Zahl der Wettbewerbsbeiträge und die insgesamt überzeugenden Aktivitäten der Arbeit vor Ort zur Integration und Förderung des Zusammenlebens könnten anderen Kommunen einen Anreiz zur Nachahmung geben, so das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Wettbewerbsbeiträge zeigten eine beeindruckende Bandbreite an Konzepten, Projekten und Maßnahmen mit der Kommunen sich innovativ und kreativ für gutes Zusammenleben und eine nachhaltige Integration engagierten. Dabei würden viele verschiedene Partner zusammenarbeiten, Partizipation und ehrenamtliches Engagement seien fester Bestandteil nahezu aller Beiträge gewesen – auch in Hanau, wo das Integrationsbüro von mehreren ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird.